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Symbolfoto: Johanneskraut
Foto: LA 21 Wien

5 Grundsätze der LA 21 Wien

Das Leitbild der „Nachhaltigen Entwicklung“ steht für gesellschaftliches Handeln, das, unter Einbindung aller relevanten Gruppen, eine gleichrangige und integrative Berücksichtigung ökologischer, sozialer und ökonomischer Zielsetzungen anstrebt.

Ökologisches Gleichgewicht, soziale Gerechtigkeit und ökonomischer Wohlstand sollen damit erreicht werden. Fünf Grundsätze und eine differenzierte Organisationsstruktur bilden den gemeinsamen Handlungsrahmen für die dezentrale Umsetzung der LA 21 auf Bezirksebene und ihre Anbindung an die Stadt. 
 
Nachhaltige Stadtentwicklung auf Bezirksebene
Strategien, Maßnahmen und Projekte für eine ausgewogene ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung sollen im Bezirk entstehen, einem guten Ort des Dialogs zwischen BürgerInnen als ExpertInnen ihres Lebensraumes und der Politik.

Intensive und breite Beteiligung
Die Lokale Agenda 21 in Wien verfolgt vor allem den Ansatz, dass die Initiative für Veränderungen von den Menschen ausgehen soll, die in einem Bezirk wohnen, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen. Zusätzlich soll mit einer Vielfalt an Beteiligungsangeboten die Teilnahme möglichst aller gesellschaftlichen Gruppen gefördert werden.

Die LA 21 als langfristiger, dauerhafter Prozess
Die Lokale Agenda 21 soll ein dauerhaftes Beteiligungsmodell für eine nachhaltige Bezirksentwicklung werden. Die Start- und Erprobungsphase dauert vier Jahre und in dieser Zeit wird die Tätigkeit der Agendabüros aus Mitteln der Stadt und aus den Bezirksbudgets im Wege des Vereins „Lokale Agenda 21 in Wien“ finanziert.
 
Neue Beziehung zwischen Politik, Verwaltung und BürgerInnen
Die Lokale Agenda 21 ermöglicht es, neue Formen der Zusammenarbeit, des Aushandelns und der Kommunikation zwischen diesen verschiedenen AkteurInnen zu verwirklichen. Ein gestärktes gegenseitiges Vertrauen und die breite Unterstützung für die Ergebnisse sollen Resultat dieser neuen Beziehungskultur sein.

zwei Personen Mann und Frau, Bodypainting, aneinander gelehnt als Symbol für Gleichbehandlung
Foto: LA 21 Wien
Gender Mainstreaming & Integration

Zwei wichtige Querschnittsthemen, die sowohl in der Gestaltung des Lokalen Agenda 21 Prozesses als auch im Rahmen der unterschiedlichen Aktivitäten immer Berücksichtigung finden sollen, sind Gender Mainstreaming und Integration.

Gender Mainstreaming zielt darauf ab, eine geschlechtssensible Perspektive in allen Politikbereichen, Verwaltungsabläufen, Programmen und Maßnahmen einzunehmen. Sämtliche Planungen und Maßnahmen sollen so konzipiert werden, dass Chancengleichheit gefördert und strukturelle Benachteiligungen von Frauen oder Männern vermieden werden. Projekte, die im Rahmen der Lokalen Agenda 21 entstehen, sollten daher immer die unterschiedlichen Anforderungen und Nutzungsinteressen von Frauen und Männern berücksichtigen.

Integration hat im Kontext der Lokalen Agenda 21 vor allem die Bedeutung, ZuwanderInnen zu unterstützen, ihre Anliegen für eine nachhaltige Bezirksentwicklung verstärkt einzubringen. Es ist bekannt, dass sich MigrantInnen selten an öffentlichen Meinungsbildungsprozessen beteiligen und daher ist es Aufgabe der Lokalen Agenda 21 mit ihrer Informations- und Aktivierungsarbeit das zivilgesellschaftliche Engagement der ZuwanderInnen zu fördern.

26.08.2008, nachhaltigkeit.at