Die Agendaprojektgruppen
Die Wiener Agenda wird von Projektgruppen getragen, d.h. die Agendagruppen sind das zentrale Element, wie BürgerInnen in der LA 21 mitgestalten. Meist entwickelt sich eine stabile Kerngruppe von 5-10 Personen.
Diese hat auf die Planung der Arbeitsschritte und die Strategieentwicklung der Gruppe den wesentlichsten Einfluss. Derzeit arbeiten über 90 Gruppen an der Realisierung ihrer Projekte. Der Wert dieser Arbeut liegt in der Verbindung von freiwilliger, gemeinnütziger Arbeit mit individuellem Nutzen, im Aufbau von Sozialkapital und im Aufgreifen verschiedenster Themen, die für eine nachhaltige Bezirks- und Stadtentwicklung relevant sind.Die LA 21 wird von den befragten AkteurInnen (Evaluation der Wiener LA 21) als Ansatz einer neuen politischen Kultur gesehen, die mehr auf gemeinsamer Problemdefinition und Lösungsfindung beruht und die “Postkastenpolitik” (Anm.: Anliegen von BürgerInnenanliegen kommt zur Bezirksvorstehung, durchläuft ein bestimmtes Prozedere und abschließend wird das Ergebnis der/dem BürgerIn mitgeteilt) ablöst.
Auch ein gestiegenes gegenseitiges Verständnis wurde von den AkteurInnen festgestellt.
Der Aufbau von Kompetenz wird sowohl als ein wichtiges Ergebnis der Lokalen Agenda 21 als auch als Erfolgsbedingung genannt. Insbesondere die in der Agenda aktiven BürgerInnen schätzen - neben der Realisierung ihrer Projekte – diese Möglichkeit der Kompetenzerweiterung aber auch, dass sie neue Kontakte knüpfen können.
26.08.2008, nachhaltigkeit.at


