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UN Gipfel 1992 - eine Hand trägt die Erde
Foto: UN

Von RIO bis Johannesburg – UN Umwelt- und Entwicklungskonferenzen

UN-Weltgipfel in Rio de Janeiro 1992
Erstmals ins Leben gerufen wurde die Lokale Agenda 21 auf dem UN-Weltgipfel in Rio de Janeiro im Jahr 1992.

In Kapitel 2815,37 kB der Agenda 21 ist festgehalten, dass der lokalen Ebene bei der Umsetzung der Agenda 21 eine entscheidende Rolle zukommt:

„Da viele der in der Agenda 21 angesprochenen Probleme und Lösungen auf Aktivitäten auf die örtliche Ebene zurückzuführen sind, ist die Beteiligung und Mitwirkung der Kommunen ein entscheidender Faktor bei der Verwirklichung der in der Agenda enthaltenen Ziele. Kommunen errichten, verwalten und unterhalten die wirtschaftliche, soziale und ökologische Infrastruktur, überwachen den Planungsablauf, entscheiden über die kommunale Umweltpolitik und kommunale Umweltvorschriften und wirken außerdem an der Umsetzung der nationalen und regionalen Umweltpolitik mit. Als Politik- und Verwaltungsebene, die den Bürgern am nächsten ist, spielen sie eine entscheidende Rolle bei der Informierung und Mobilisierung der Öffentlichkeit und ihrer Sensibilisierung für eine nachhaltige umweltverträgliche Entwicklung.“
 
Die Lokale Agenda 21 ist ein Aktionsprogramm, das sich an Gemeinden wendet und sie auffordert, mit entsprechenden Prozessen zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Viele Ziele der Agenda 21 können nur vor Ort erreicht werden und bedürfen der Einbeziehung von BürgerInnen und gesellschaftlichen Gruppen, um ökologische, soziale und ökonomische Aspekte entsprechend beachten zu können.

UN-Gipfel 1997- Hand trägt Erde
Foto: UN
Earth Summit +5 in New York 1997

Zur Bekräftigung des Weges, der in Rio 1992 begonnen wurde, fand im Jahr 1997 in New York das Earth Summit +5 statt, wo ein Programm zur weiteren Umsetzung der Agenda 21 (Programme for the further Implementation of Agenda 21) beschlossen wurde.
  

Johannesburg 2002 - Hand trägt Erde
Foto: UN
UN-Weltgipfel in Johannesburg 2002

Auch auf dem Weltgipfel von Johannesburg wurde die Bedeutung der Lokalen Agenda 21 für die Entwicklung weltweit neuerlich herausgestrichen. Sowohl im Aktionsplan von Johannesburg,2002204,22 kB wie auch in der parallel dazu verfassten Gemeinsame Erklärung der Kommunen26,4 kB von über 700 VertreterInnen aus Städten und Gemeinden wurde die Umsetzung der Lokalen Agenda 21 des Erdgipfels von Rio erneut bekräftigt. Es war das erste Mal, dass es in Form einer Local Government Session ein Forum für kommunale Interessen bei einer UN-Konferenz gab. In dieser viertägigen Konferenz verständigten sich über 700 VertreterInnen aus Städten und Gemeinden auf eine Deklaration, die auch Eingang in das politische Abschlussdokument des Weltgipfels für Nachhaltige Entwicklung ( Report of the World Summit on Sustainable Development1910,86 kB) fand.

Der Aktionsplan des Weltgipfels sowie die „gemeinsame Erklärung der Kommunen an den Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung“ zeigt den Willen, die in Rio 1992 auf den Weg gebrachte Agenda 21 fortzuführen, die Lokale Agenda 21 zu stärken und ihre Umsetzung in Zukunft weiter zu forcieren.
 

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29.08.2008, Nachhaltigkeit Lokale Agenda 21