Thema des Monats 12/2004: Nachhaltigkeit und Gesundheit
Gesundheit steht, wenn es um eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft geht, an zentraler Stelle. Nachhaltigkeit und Gesundheit bedingen einander: Eine nachhaltige Entwicklung unterstützt und fördert Gesundheit.
Andererseits ist eine nachhaltige Entwicklung, ein nachhaltiges Wirtschaften ohne Gesundheit schlicht nicht möglich. Gesundheit ist sowohl als Ergebniskriterium wie auch als Voraussetzung einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft von zentraler Bedeutung.Gesundheit umfasst dabei mehr als die Abwesenheit von Krankheit und bedeutet umfassendes körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden (WHO, 1948). Gesundheit wird nicht nur von Krankenbehandlungssystemen bestimmt, sondern auch von sozioökonomischen und ökologischen Lebensbedingungen. In der Ottawa Charta (1986) werden folgende grundlegende Bedingungen für Gesundheit genannt: Friede, angemessene Wohnbedingungen, Bildung, Ernährung, Einkommen, stabile Ökosysteme, sorgfältige Verwendung von Naturressourcen, soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Die Ottawa Charta als „Gründungsdokument“ der Gesundheitsförderungsdebatte weist damit erhebliche Gemeinsamkeiten mit dem Konzept einer nachhaltigen Entwicklung (WCED 1987) auf.
Die Beiträge zum Monatsthema geben einen Überblick und eröffnen Fragen zu:
- Gesundheit – was ist das?
- Nachhaltigkeit und Gesundheit auf politischer und konzeptueller Ebene
- Strategien und Programme für eine gesunde Umwelt
- Gesundheitsförderung und Prävention
- Organisationsentwicklung: Das Nachhaltige Krankenhaus Trends außerhalb traditioneller Gesundheitssysteme
- Wellness und Schönheit
Links zum Thema:
- Gesundheit Österreich GmbH (GÖG)
- WHO: World Summit on Sustainable Development
- Die Internationale Gesellschaft für Umweltmedizin (ISME)
- EU-Netzwerk zu Kinder-Umwelt-Gesundheit
Downloads
Thema des Monats Dezember 2004: Nachhaltigkeit und Gesundheit (PDF 547,08 kB )
09.12.2008, nachhaltigkeit.at

