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Gerhard Scherhorn<br/> Geld soll dienen, nicht herrschen. Die aufhaltsame Expansion des Finanzkapitals (Gebundene Ausgabe)
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Geld soll dienen, nicht herrschen. Die aufhaltsame Expansion des Finanzkapitals Externer Link

Der Ökonom Gerhard Scherhorn schildert die "überstürzte und unbalancierte Deregulierung", die zu der aktuellen Finanzkrise geführt hat und legt dar, was über das derzeitige Krisenmanagement hinaus dauerhaft an der Verfassung der Finanzmärkte geändert werden muss.

Denn derzeit verhindern der Vorrang des Kapitals und die Privilegierung des Finanzkapitals die nachhaltige Entwicklung. Die aktuelle Krise kann uns die Augen für diese Probleme öffnen. Eine Revision des kapitalistischen Weltsystems ist möglich. Laut Gerhard Scherhorn ist es höchste Zeit, auch das Finanzkapital der Sozialbindung des Privateigentums zu unterwerfen, worin nach seiner Auffassung die Chance der Krise liegt. Doch damit sie genutzt wird, ist höchste Wachsamkeit nötig. Zwar kündigt die Politik energische Konsequenzen an; aber der Glaube an die Selbstregulierung der Märkte, der zu dem Desaster geführt hat, ist tief in machtvollen Interessen verwurzelt, und so besteht die Gefahr, dass es beim Kurieren von Symptomen bleibt.

20.01.2009, Nachhaltigkeit Home