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Foto: www.citta...

cittaslow - slowcity

cittaslow, so nennt sich eine internationale Vereinigung lebenswerter Städte. Übergeordnetes Ziel der von vier italienischen Städten in Orvieto 1999 gegründeten eigenständige Bewegung "Cittaslow - Slow City - Netzwerk der lebenswerten Städte" lautet: Erhöhung der Lebensqualität.

Was aber zeichnet nun eine slowcity aus?
Die Entwicklung der Städte und Gemeinden stützt sich unter anderem auf die Fähigkeit, eine eigene, typische Besonderheit entwickelt zu haben und diese zu vertreten, eine eigene Identität zu wahren, die auch nach außen hin erkennbar ist und im inneren Kern gelebt wird. Eine slowcity hat das Bestreben, die jeweilige Regionalstruktur zu wahren und zu stärken. Auf Grundlage der Agenda 21 verfolgen slowcities folgende Ziele:

  • Umweltpolitik: Nutzung alternativer und/oder regenerativer Energien; Recycling Konzept, u.a.
  • Infrastrukturpolitik: Behindertengerecht, Bürgernähe, Grünanlagen, Naherholungsgebiet u.a.
  • Urbane Qualität: Stadtentwicklung, Denkmalpflege, Müllkonzept, u.a.
  • Aufwertung der autochthonen Erzeugnisse: Regionale Wochenmärkte, Pflege heimischen Brauchtums, u.a.
  • Gastfreundschaft: Pflege von Städtepartnerschaften, Touristeninformation, u.a.
  • Landschaftliche Qualität: Erhalt und Pflege der landschaftlichen Schönheit/Vielfalt, u.a.
  • Slowcity-Bewusstsein: PR-Arbeit für slowcity, Öffentlichkeitsarbeit, u.a.

Durch den Beitritt zur slowcity-Bewegung verpflichten sich Mitgliedsstädte die Aktivitäten von slowcity an die Öffentlichkeit zu tragen und die eingesetzten Maßnahmen zur Erreichung der Ziele der Bewegung bekannt zu machen. Außerdem akzeptieren sie, unter Beachtung der typischen örtlichen Besonderheiten, die Ansichten von slowcity zu vertreten. Sie verpflichten sich weiters, innerhalb eines angemessenen Rahmens der eigenen Möglichkeiten, zu den vereinbarten Aktivitäten von allgemeinem Interesse und zur Koordinierung der Bewegung beizutragen.

Mitgliedsstädte haben nun die Möglichkeit, das Logo der Bewegung für das eigene Erscheinungsbild zu nutzen und den Titel cittaslow/slowcity zu führen. Außerdem können sie die Nutzung des Markenzeichens allen öffentlichen und privaten Initiativen und Aktivitäten freistellen, die zur Erreichung der Ziele der Bewegung beitragen. Weiters dürfen Mitgliedsstädte an den Veranstaltungen mitwirken, die innerhalb der Bewegung durchgeführt werden - unter Einhaltung der abgesprochenen Vorgaben und Strukturen.

Nicht nur im Kontext der Stadtplanung gibt es „Slow“-Bewegungen, auch viele andere Lebensbereiche werden mittlerweile von der Slow Movement Welle erfasst. So gibt es beispielsweise neben der Slow Food Bewegung, die bei der Suche nach Lebensqualität am Geschmack und der Qualität der Lebensmittel ansetzt, auch das Konzept von „Slow Travel“. Möchte man also ‚slow‘ reisen, so bleibt man mindestens eine Woche an demselben Ort, meist einem Appartement oder einem Ferienhaus. Dort lebt man dann idealerweise wie zu Hause, also „home away from home“ und kommt in Kontakt mit der lokalen Kultur und Bevölkerung.

Links zum Thema:

15.06.2009, Nachhaltigkeit Personen & Ansichten