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Studie: Soziale Verantwortung bei Auslandsinvestitionen oft Mangelware

Eine Studie von PricewaterhouseCoopers und oekom research machte deutlich, dass die Kontrolle von ökologischen und sozialen Standards im Ausland oft vernachlässigt wird. Zum Beispiel verstoßen 60% der Hersteller von Unterhaltungselektronik in der Lieferkette gegen arbeitsrechtliche Anforderungen.

Studie: Corporate Responsibility bei Auslandsinvestitionen
Foto: PwC

 
 
 
 
 
 
 

Mittlweile legen Investoren neben den klassischen Anlagekriterien auch Wert darauf, dass Unternehmen soziale und ökologische Standards einhalten, um Risiken zu vermeiden. In der Analyse "Corporate Responsibility bei Auslandsinvestitionen" zeigen PricewaterhouseCoopers und die Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research den aktuellen Stand und die Perspektiven des Managements von Auslandsinvestitionen unter sozialen und umweltbezogenen Gesichtspunkten auf.

Die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards werden seit kurzem auch an den Finanzmärkten interessanter. 2006 lag der Anteil nachhaltiger Kapitalanlagen am Volumen des europäischen Gesamtmarkts bereits bei 17,6 Prozent. Das Interesse gilt dabei speziell Unternehmen, die in Schwellen- und Entwicklungsländern tätig sind.

Der Vorsatz zu Nachhaltigkeit und Sozialer Verantwortung ist vorhanden, es mangelt aber an der Umsetzung. Die Bestandsaufnahme, die oekom research vorgenommen hat, zeigt, dass Anspruch und Wirklichkeit in vielen Branchen noch weit auseinander klafft. Unternehmen bekennen sich zwar zu ihrer Verantwortung und haben entsprechende Leitlinien zum Nachhaltigkeits-Management formuliert. Bei der Umsetzung dieser Leitlinien und deren Kontrolle gibt es aber noch deutliche Defizite. So weisen knapp zwei von drei Unternehmen aus der Unterhaltungselektronikbranche einen Verstoß im Bereich der Arbeitsrechte auf, in der Computerbranche ist es mehr als jedes zweite Unternehmen. Mit Menschenrechtsverletzungen werden mehr als jedes dritte Bergbauunternehmen und jedes fünfte Öl-/Gas-Unternehmen in Verbindung gebracht.

Unternehmen sollten daher die Nachhaltigkeitsaspekte direkt in ihre Investitionsstrategie integrieren. Von zentraler Bedeutung ist dabei, die Standards der Muttergesellschaft auch auf die ausländischen Töchter zu übertragen und für diese Standorte klare Ziele und Umsetzungsstrategien vorzugeben.
 
Die Studie kann direkt bei PricewaterhouseCoopers bestellt werden.
 
 
Bibliographische Daten
Corporate Responsibility bei Auslandsinvestitionen (Print-Version)
Stand und Perspektiven des Managements von Auslandsinvestitionen unter sozialen und umweltbezogenen Gesichtspunkten

Herausgeber
PricewaterhouseCoopers in Zusammenarbeit mit oekom research

Bibliographie/Quelle
Juni 2009 Preis/Schutzgebühr

Preis
kostenlos
 
Weitere Informationen:
PricewaterhouseCoopers
 
 

20.07.2009, Nachhaltigkeit Home