LA 21-Gemeinde Schwendau im Zillertal
Im Jahr 2005 stieg Schwendau gemeinsam mit der Gemeinde Hippach in die Agenda 21-Arbeit ein, ein gemeinsamer Prozess wurde gestartet.
Dieser wurde erheblich erleichtert, da die beiden benachbarten Gemeinden zahlreiche gemeinsame Vereine sowie wirtschaftliche und soziale Verflechtungen als auch gemeinsame kommunale Einrichtungen wie Gemeindeamt, Hauptschule, Freizeitzentrum, Kirche und Friedhof haben. Zwei Gemeinden arbeiten also zusammen ohne ihre Identitäten aufzugeben. Bei all den anstehenden Projekten ist es viel sinnvoller, gemeinsam vorzugehen und so eine Lösung zu erlangen und auch die Vorhaben umzusetzen.Projektbeispiele
Die Gemeinde Schwendau bemüht sich seit Jahren intensiv um ihre Kinder und Jugendlichen und bindet sie in zahlreiche Projekte erfolgreich ein. Diese Vorgangsweise verstärkt die Beziehung der jungen Generation zur Heimatgemeinde und wirkt sich ebenso gut aus auf das Verhältnis zu den Erwachsenen. Die jungen Menschen fühlen sich „gebraucht“ und lernen früh, sich als zukünftige Verantwortungsträger in ihrer Heimatgemeinde zu engagieren.
Sonnengemeinde Schwendau
Das Projekt „Sonnengemeinde Schwendau“ setzte mit den Kindern und Landwirten „sichtbare Zeichen“ – es wurden in ganz Schwendau Sonnenblumensamen verteilt und gesät. In einem Wettbewerb wurden die größten und schönsten Sonnenblumen in den Gärten bzw. in öffentlichen Flächen prämiert.
Vom Getreide zum Brot
Bereits in früheren „Dorferneuerungsjahren“ wurden die letzten Mühlen im Dorf vor dem Verfall gerettet. Diese Kulturgüter sollten natürlich auch eine Funktion haben – und so wurde der natürliche Weg vom Getreide zum Brot aufgezeigt:
Man hat mit der jungen Generation unter Einbindung der Lebenshilfe gemeinsam Getreidekörner gesät, die Pflanzen gepflegt, gegossen, die verschiedenen Körner geerntet, in der Mühle gemahlen, mit dem Mehl gebacken und gemeinsam gegessen und gefeiert. Der Unterrichtsschwerpunkt „vom Getreide bis zum Brot, von der Arbeit bis zum Genuss“ bereitete allen Beteiligten viel Spaß.
Das Schwendauer Sagenbuch
Wieder lebendig wurden auch die Schwendauer Sagen. Man hat ein Buch über die Schwendauer Sagenwelt sowie eine CD dazu herausgegeben. Im Rahmen von Exkursionen mit den Volks- und Hauptschülern wurden die Sagen an Ort und Stelle vorgetragen.
Schulgarten
Die Gemeinde Schwendau plante gemeinsam mit den Schülern, die Terrasse bei der Hauptschule zu gestalten. Diese Terrasse eignet sich besonders als Pausenraum. Gemeinsam mit Dr. Peter Egg vom Verein Mitbestimmung cc. haben die Schülerinnen und Schüler Ideen und Pläne erarbeitet und dann bei der Verwirklichung selbst auch "Hand angelegt. Im Rahmen des Biologieunterrichtes entstanden eine Kräuterschnecke sowie Hochbeete mit Blumen. Sitzgelegenheiten, ein kleiner Granitbrunnen für Trinkwasser, ein Sonnenschirm als Regenschutz und für die Beschattung sorgen für eine angenehme und ansprechende Atmosphäre. Es ist also ein Projekt, an dem viele Klassen mitgearbeitet haben, die Freude, sich im Schulgarten aufzuhalten ist dementsprechend groß.
Schwendauer Kulturprojekte
Die Gemeinde hat im Rahmen der Dorferneuerung und LA 21 laufend verschiedenste Kulturprojekte mit großer Beteiligung der Bevölkerung durchgeführt.
Wieder gab es viele Ideen und ein reichhaltiges Programm:
„Ausstellungen alter Ansichten von Schwendau“ bewirkten viele Aktivitäten und erreichten einen großen Zustrom.
Fotowettbewerb
Im Rahmen eines Fotowettbewerbs zu 4 Themen (Kulturlandschaft, Arbeit im Dorf, die vier Jahreszeiten in Schwendau, Typisch Schwendau) von Schwendau konnte sich jeder engagieren.
Das „Holzsymposium“
Das Holzsymposium Kunstpromenade entlang des Ziller lud mehrere heimische Künstler ein, kreative Ideen aus Holz zu verwirklichen und die Kunstwerke entlang des Baches aufzustellen.
25.08.2009, Nachhaltigkeit Lokale Agenda 21





