Glück und Wohlbefinden werden in Frankreich groß geschrieben
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy kündigte an, Glück und Wohlbefinden in die Wohlfahrtsmessung miteinzubeziehen. Auch andere Länder sollen vom rein ökonomischen Wachstum als einzige Zielgröße Abstand nehmen.
Bereits Anfang letzten Jahres hat die französische Regierung Joseph Stiglitz und Amartya Sen in die neu gegründete Kommission zur Bemessung von wirtschaftlicher Leistung und sozialen Fortschritt eingeladen. Beide sind als marktkritische Ökonomen (und Nobelpreisträger) bekannt. Nun überraschte Sarkozy bei einer Tagung der Kommission mit den deutlich abgrenzenden Worten zur neoliberalen Wirtschaftspolitik. Die globale Krise verlange laut Sarkozy ein Umdenken: die Finanzwelt hätte hohe Risiken und sogar Chaos gebracht, jetzt sind neue Wirtschaftsmodelle gefragt. Mit der einberufenen Kommission werden neue Wohlstandsindikatoren entwickelt, die Glück und Wohlbefinden integrieren sollen.
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28.09.2009, Nachhaltigkeit Personen & Ansichten


