Obama verpflichtet US-Bundesbehörden zu Nachhaltigkeit
US-Präsident Barack Obama hat die ihm unterstehenden Bundesbehörden und Ministerien Anfang Oktober per Erlass zu mehr Nachhaltigkeit verpflichtet.
Sie müssen sich bis Ende des Jahres eigene Klimaschutzziele setzen und ihre Pkw-Flotten und Gebäude zügig auf Effizienz trimmen. Darüberhinaus dürfen die Behörden in Zukunft fast nur noch Produkte und Dienstleistungen beziehen, die bestimmten Nachhaltigkeitskriterien genügen. Deutsche und österreichische Behörden sind dazu noch nicht verpflichtet.
Obama will mit dem Erlass vom 5. Oktober den Wandel zu einer "grünen" Wirtschaft beschleunigen. Laut einer Mitteilung des Weißen Hauses sind die US-Bundesbehörden die größten Energieverbraucher der amerikanischen Wirtschaft. Obama sagte, dass sie mit gutem Beispiel beim Klimaschutz und dem Einsatz umweltfreundlicher Technologien und Produkte vorangehen „können und müssen“. Die 1,8 Millionen Bediensteten der öffentlichen Hand nutzen rund 500.000 Gebäude und mehr als 600.000 Kraftfahrzeuge.
Diese riesen Fahrzeugflotten sollen in den nächsten 11 Jahren ihren Verbrauch um 30% senken. Neue Gebäude sollen Passivhausstandard erreichen. Zusätzlich soll der Wasserverbrauch jährlich um 2% zurückgehen und bis 2015 muss die Hälfte des Abfalls wiederverwertet werden.
Dabei bleibt den Behörden selbst überlassen wie und um wieviel Prozent sie ihren CO2-Ausstoß reduzieren. Auch Sanktionen sieht der Erlass nicht vor. Jedoch muss jährlich in einem öffentlich zugänglichen Bericht darüber Rechenschaft abgelegt werden. Das Weiße Haus erwartet von dem Erlass „substanzielle Energieeinsparungen“. Laut einer im Juli von der internationalen Unternehmensberatung McKinsey vorgelegten Studie können die USA ihren Energieverbrauch durch eine höhere Effizienz bis zum Jahr 2020 fast um ein Viertel gegenüber dem heutigen Niveau senken.
09.11.2009, Nachhaltigkeit Home


