Person des Monats 12/09: Ing. Walter Schiefer, Direktor der Feistritzwerke-STEWEAG
Die Feistritzwerke-STEWEAG (FWS) wurden 1905 gegründet. In der mehr als 100-jährigen Unternehmensgeschichte waren über viele Jahrzehnte die Elektrifizierung und die umweltfreundliche Stromerzeugung die wichtigsten Aufgaben.
Mit den 64 Mitarbeitern versorgen die FWS rund 30.000 Kunden und erwirtschaften einen Umsatz von 35. Millionen Euro. 2002 übernahm Ing. Walter Schiefer die Geschäftsführung. Unter seiner Führung wurde im Juni 2003 die erste öffentliche Elektrotankstelle für Elektro-Fahrräder eröffnet. 2004 wurden die FWS das erste österreichische Energieunternehmen, das als Klimabündisbetrieb anerkannt ist. 2006 erhalten die FWS für das betriebliche Mobilitätskonzept die „klima:aktiv Betrieb“ Auszeichnung für ihre Kompetenz im Klimaschutz. 2008 wird das Projekt „Sonne im Tank“ als eines von vier Projekten für den österreichischen Klimaschutzpreis (Kategorie Gewerbe & Industrie) nominiert.Für nachhaltigkeit.at sprachen wir mit Dir. Ing. Walter Schiefer über nachhaltige Mobilität und das vorbildhafte Engagement der FWS in Österreich.
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(1) Herr Direktor Schiefer, was bedeutet für Sie persönlich nachhaltige Mobilität?
In unserem Mobilitätskonzept, welches die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat und den MitarbeiterInnen im Jahre 2006 entwickelt hat, sind folgende Ziele für eine nachhaltige Mobilität definiert, die auch meine persönlichen sind:
a) Vermeidung von gefahrenen Kilometer mit den Kraftfahrzeugen - Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, Verwendung von Rädern und zu Fuß gehen, Bildung von Fahrgemeinschaften, Einsatz von Flottenmanagement zur Vermeidung von gefahrenen Kilometern, Prozessanalyse unter dem Gesichtspunkt der eingesetzten Mobilität
b) Umweltfreundliches Fahren - Sprit sparendes Fahren, Autos mit geringem Treibstoffverbrauch, Einsatz von Hybrid Autos
c) 100% erneuerbare Energie in der Mobilität - Umstieg auf Elektrofahrzeuge, Einsatz von Pflanzenöl bei Dieselfahrzeugen, Biogas Fahrzeuge
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(2) Die Feistritzwerke STEWEAG hat einen Betriebsfuhrpark mit 22 Elektrofahrzeugen und wurde 2008 für den Klimaschutzpreis nominiert. Was ist der Antrieb hinter diesem vorbildhaften Engagement?
Seit 1985 ist die Nutzung von Sonnenenergie in unserem Unternehmen Bestandteil für nachhaltiges Wirtschaften. Dabei haben wir im Jahre 1992 begonnen auch im Mobilitätsbereich die Sonnenenergie einzusetzen - Strom aus Photovoltaik für ein Elektroauto (Fiat Panda - ist noch immer im Einsatz), Mitte 1990 haben wir Elektrofahrradaktionen für die Gleisdorfer Bevölkerung gestartet.
Wir werden den Eigenverbrauch in unserem Unternehmen in allen Bereichen - Wärme, Mobilität, Strom und Warmwasser - zu 100% mit erneuerbarer Energie abdecken. Dies auch im Bereich der Mobilität und hier bietet sich aus Umweltgründen, aber auch aus wirtschaftlichen Überlegungen das Elektrofahrzeug zur Erreichung unsere Ziele an. UND: Wir wollen unseren Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten, wir nehmen die Klimaveränderungen ernst und suchen deshalb nach Lösungen in der Praxis!
(2) Die Feistritzwerke STEWEAG hat einen Betriebsfuhrpark mit 22 Elektrofahrzeugen und wurde 2008 für den Klimaschutzpreis nominiert. Was ist der Antrieb hinter diesem vorbildhaften Engagement?
Seit 1985 ist die Nutzung von Sonnenenergie in unserem Unternehmen Bestandteil für nachhaltiges Wirtschaften. Dabei haben wir im Jahre 1992 begonnen auch im Mobilitätsbereich die Sonnenenergie einzusetzen - Strom aus Photovoltaik für ein Elektroauto (Fiat Panda - ist noch immer im Einsatz), Mitte 1990 haben wir Elektrofahrradaktionen für die Gleisdorfer Bevölkerung gestartet.
Wir werden den Eigenverbrauch in unserem Unternehmen in allen Bereichen - Wärme, Mobilität, Strom und Warmwasser - zu 100% mit erneuerbarer Energie abdecken. Dies auch im Bereich der Mobilität und hier bietet sich aus Umweltgründen, aber auch aus wirtschaftlichen Überlegungen das Elektrofahrzeug zur Erreichung unsere Ziele an. UND: Wir wollen unseren Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten, wir nehmen die Klimaveränderungen ernst und suchen deshalb nach Lösungen in der Praxis!
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(3) Fühlten Sie sich in Ihren Bemühungen ausreichend unterstützt?
Im großen Automarkt sind wir bedeutungslos und keine Autofirma hatte Interesse an unseren KFZ Aktivitäten. Von Autobranche fehlt generell die "Unterstützung - Elektroauto zu vertretbaren Marktpreisen" erwerben zu können und so haben wir entsprechend unseren Möglichkeiten Alternativen im Bereich Elektrofahrzeuge, Pflanzenöl betriebene KFZ gesucht und umgesetzt.
Sehr gute und die einzige Unterstützung erhielten wir für die Umsetzung unsere Mobilitätskonzeptes speziell bei den Punkten Flottenmanagement und Umstieg auf Pflanzenöl betriebene KFZ durch das Lebensministerium mit der Aktion klima:aktiv.
(3) Fühlten Sie sich in Ihren Bemühungen ausreichend unterstützt?
Im großen Automarkt sind wir bedeutungslos und keine Autofirma hatte Interesse an unseren KFZ Aktivitäten. Von Autobranche fehlt generell die "Unterstützung - Elektroauto zu vertretbaren Marktpreisen" erwerben zu können und so haben wir entsprechend unseren Möglichkeiten Alternativen im Bereich Elektrofahrzeuge, Pflanzenöl betriebene KFZ gesucht und umgesetzt.
Sehr gute und die einzige Unterstützung erhielten wir für die Umsetzung unsere Mobilitätskonzeptes speziell bei den Punkten Flottenmanagement und Umstieg auf Pflanzenöl betriebene KFZ durch das Lebensministerium mit der Aktion klima:aktiv.
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(4) Wie haben Ihre Mitarbeiter auf die Fuhrpark Umstellung reagiert - war es schwierig sie "ins Boot" zu holen?
Für unsere MitarbeiterInnen ist seit vielen Jahren umweltfreundliche Mobilität ein Thema, welches gelebt wird - Einsatz von Elektrofahrzeuge im Dienst. Bei der Erstellung des Mobilitätskonzeptes wurden auch die Fahrten der MitarbeiterInnen evaluiert, sie waren von Beginn an mit eingebunden.
(4) Wie haben Ihre Mitarbeiter auf die Fuhrpark Umstellung reagiert - war es schwierig sie "ins Boot" zu holen?
Für unsere MitarbeiterInnen ist seit vielen Jahren umweltfreundliche Mobilität ein Thema, welches gelebt wird - Einsatz von Elektrofahrzeuge im Dienst. Bei der Erstellung des Mobilitätskonzeptes wurden auch die Fahrten der MitarbeiterInnen evaluiert, sie waren von Beginn an mit eingebunden.
Mit Sprit-Spar Seminaren, Sprit Spar Wettfahrten für alle MitarbeiterInnen wurde Energiesparen beim Fahren bewusst gemacht und trainiert, mit betrieblichen Anreizen und Aktionen - Preise für alle die umweltfreundlich zur Arbeit kommen, kostenlose Benutzung der Pedelc, E-Quads, Elektrofahrräder, Elektroroller für die Fahrt zur Arbeit und nach Hause, flexible Arbeitszeiten, überdachte Fahrradabstellplätze, Duschmöglichkeiten- wurden die MitarbeiterInnen zu nachhaltiger Mobilität motiviert und animiert und sie machen mit!!!
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(5) Nachhaltige Mobilität in Zeiten der Wirtschaftskrise -ein Luxus für wenige oder eine zwingende Notwendigkeit für die Wirtschaft?
Mit einer nachhaltigen Mobilität (Kilometer einsparen = Kosten sparen, Umstieg auf kostengünstiges Pflanzenöl und Elektrofahrzeuge) können gerade in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage betriebliche Verbesserungen und Kosteneinsparungen erzielt werden.
(5) Nachhaltige Mobilität in Zeiten der Wirtschaftskrise -ein Luxus für wenige oder eine zwingende Notwendigkeit für die Wirtschaft?
Mit einer nachhaltigen Mobilität (Kilometer einsparen = Kosten sparen, Umstieg auf kostengünstiges Pflanzenöl und Elektrofahrzeuge) können gerade in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage betriebliche Verbesserungen und Kosteneinsparungen erzielt werden.
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(6) Welche Rahmenbedingungen bräuchte aus Ihrer Sicht die Wirtschaft, um verstärkt auf nachhaltige Mobilität zu setzen?
Wir bräuchten Elektrofahrzeuge zu einem Einkaufspreis von ca € 20.000,-- mit einer Reichweite von 150 Kilometern. Darüber hinaus sollten die eingesparten CO2 Zertifikate steuerlich berücksichtigt werden. Dann würden wir sehr rasch einen Großteil unsere Fuhrparks auf Elektroautos umstellen und den für die Mobilität benötigten Strom mit Photovoltaik aufbringen.
(6) Welche Rahmenbedingungen bräuchte aus Ihrer Sicht die Wirtschaft, um verstärkt auf nachhaltige Mobilität zu setzen?
Wir bräuchten Elektrofahrzeuge zu einem Einkaufspreis von ca € 20.000,-- mit einer Reichweite von 150 Kilometern. Darüber hinaus sollten die eingesparten CO2 Zertifikate steuerlich berücksichtigt werden. Dann würden wir sehr rasch einen Großteil unsere Fuhrparks auf Elektroautos umstellen und den für die Mobilität benötigten Strom mit Photovoltaik aufbringen.
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(7) Was müsste erfüllt sein, damit die Menschen noch mehr "öffentlich" unterwegs wären, und weniger mit dem eigenen Auto?
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(7) Was müsste erfüllt sein, damit die Menschen noch mehr "öffentlich" unterwegs wären, und weniger mit dem eigenen Auto?
- Thema Klimaschutz sensibilisieren - Schutz des Klimas ist Schutz für jeden einzelnen und jeder sollte seinen Beitrag leisten, so auch bei der Mobilität, durch Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel,
- Klimaschutz in den Schulen mit all seinen Auswirkungen und Möglichkeiten - sollte ein Gegenstand sein
- Sehr gute Infrastruktur schaffen - Fahrzeiten, Ausstattung der Busse und Züge
- Emotionale Infokampagne für öffentlichen Verkehr allgemein, aber auch in den Schulen: Öffis - das neue Freiheitsgefühl mit einer sorgenfreien, erlebnisvollen Mobilität - öffentlich fahren ist "in", Auto fahren ist "out" und schafft schlechtes Gewissen
- Steuerliche Anreize sowohl für Betriebe, die ihre MitarbeiterInnen animieren umweltfreundlich zur Arbeit zu kommen, als auch für die Menschen, die regelmäßig in einem bestimmten Maße die Öffis benutzen.
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Philosophie der Feistritzwerke Steweag
"Unsere Beispiele zeigen den Einsatz der Erneuerbaren Energie". Wir wollen die Menschen zum Denken anregen und zum Mitmachen animieren. Mit außergewöhnlich, künstlerisch, gestalteten Sonnenkraftwerken versuchen wir die Aufmerksamkeit der Leute für den Einsatz Erneuerbarer Energie zu gewinnen.
"Unsere Beispiele zeigen den Einsatz der Erneuerbaren Energie". Wir wollen die Menschen zum Denken anregen und zum Mitmachen animieren. Mit außergewöhnlich, künstlerisch, gestalteten Sonnenkraftwerken versuchen wir die Aufmerksamkeit der Leute für den Einsatz Erneuerbarer Energie zu gewinnen.
Wir bieten den Kunden umweltfreundliche Produkte im Energiebereich an und setzen auf SOLENECO - die solare Energiewirtschaft. Die Oststeiermark zu einem regionalen Umweltkompetenzzentrum zu machen, hier umweltfreundlichen Strom zu erzeugen und die Bevölkerung für ein alternatives Energiedenken zu gewinnen, darum bemühen wir uns! Mit Visionen reale Umweltprojekte verwirklichen und Beiträge für eine bessere oststeirische Umwelt zu leisten, gehört zu unserer Unternehmensphilosophie.
Der Einsatz von Sonnenenergie für die Erzeugung von Strom, Warmwasser, Wärme und im Verkehr ist uns ein sehr wichtiges Anliegen (Quelle: FWS)
Web: www.feistritzwerke.at
Der Einsatz von Sonnenenergie für die Erzeugung von Strom, Warmwasser, Wärme und im Verkehr ist uns ein sehr wichtiges Anliegen (Quelle: FWS)
Web: www.feistritzwerke.at
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Weitere Beiträge zum Monatsthema 12/09 - "Nachhaltige Mobilität"
Dialog: Experten Gastbeiträge zum Thema
03.12.2009, Nachhaltigkeit Home



