Monatsthema 12/09: Nachhaltige Mobilität
Herausforderungen, Chancen und notwendige Maßnahmen für eine Trendwende.
Eine zukunftsfähige Gesellschaft benötigt ein entsprechend nachhaltiges Mobilitätsgesamtkonzept. Umfassend, intelligent, vernetzt und flexibel. Das scheint unumstritten. Dennoch weisen aktuelle Studien auf einen weiteren, starken Anstieg des Gesamtverkehrsaufkommens hin, prognostizieren aber nur ein moderates Wachstum des öffentliche Personennahverkehrs.Doch wo stehen wir heute – primär in Österreich - eigentlich in Sachen nachhaltige Mobilität? Wer kämpft und packt an, um das vorhandene Wissen in die Tat umzusetzen? Wo wird wichtige Pionierarbeit geleistet und wer sind die aktuellen Vordenker&Innen für eine nachhaltige und qualitative Mobilität von Morgen?
Im Rahmen des Monatsthemas 12/09 - "Nachhaltige Mobilität" machten wir uns auf die Suche nach Pionieren (wie Ing. Walter Schiefer - unsere Person des Monats), Vorzeigeprojekten und wichtigen Förderprogrammen. Dazu luden wir im "Dialog des Monats" auch Experten ein, Ihre Gedanken zur aktuellen Situation darzulegen und vor allem die aus Ihrer Sicht wichtigen nächsten Schritte und politischen Maßnahmen zu nennen, um Österreich zu einem Musterland in Sachen nachhaltigen, öffentlichen Personennahverkehr zu gestalten.
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(1) Die Herausforderungen
Die Herausforderungen liegen klar auf dem Tisch. Eine rasche Verknüpfung der Verkehrs- und Umweltpolitik, eine intensive Bewusstseinsbildung für nachhaltige Mobilität (besonders in der Schule), eine weitblickende Abstimmung von Verkehrs- und Raumplanung, ein Attraktivieren des öffentlichen Personenverkehrs (auch durch dessen Ausbau) und nicht zuletzt als entscheidender Schachzug, eine gelebte Kostenwahrheit aller Verkehrsträger (inkl. ihrer Folgekosten für die Gesellschaft).
Wie Dipl.-Ing. Dr. Romain Molitor in seinem Expertenbeitrag eindrucksvoll darstellt, hat die vielfältig subventionierte „Massenmotorisierung“ zu einem radikalen Anstieg der durchschnittlichen „pro Kopf Kilometer“ geführt. Waren es 1950 noch 2.500 km pro Kopf und Jahr, so ist dieser Wert im Jahr 2005 auf unglaubliche 12.000 km angestiegen. Insgesamt wurden 2006 in Österreich 72 Milliarden Kilometer mit dem Auto zurückgelegt, aber nur rund 22 Milliarden mit dem öffentlichen Personenverkehr, führt Dr. Molitor weiter aus.
Ein Aspekt, der noch selten im Mittelpunkt der Zukunftsdiskussion steht, darf aber nicht ausgeblendet werden: Die demografische Entwicklung – hin zu einer älteren Gesellschaft. Denn gerade diese neue Bevölkerungsstruktur wird in ungeahntem Maß nach einem umfassenden und qualitativen Netzwerk an öffentlichen Verkehrsmitteln verlangen.
Eine Trendwende herbeiführen? Keine kleine Aufgabe, erstickt doch schon heute unsere Gesellschaft - vor allem der urbane Raum – am stetig steigenden, Individual-Autoverkehr. Ungeliebte Gegenmaßnahmen wie z.B. City-Maut verlangen nach einer mutigen, Ressort-übergreifenden Politik mit Planungshorizonten jenseits der nächsten Wahl.
Ist es eine unmögliche Mission, diesen notwendigen Dogmenwechsel herbeizuführen? Der Rückblick von Univ. Prof. DI Dr. Hermann Knoflacher (unter Dialog des Monats) von der technischen Universität Wien (Forschungsbereich für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik) auf die Kurzsichtigkeit der Verkehrsplanung lässt dann doch wieder pessimistische Gefühle hoch kommen.
"Fußgeher, Radfahrer und ein öffentlicher Verkehr mit moderaten Geschwindigkeiten sind nicht nur die nachhaltigsten, sondern auch die schnellsten Verkehrsmittel. Dass so nebenbei die Energieprobleme, Sicherheit - nicht nur im Verkehr -, die Beschäftigungsprobleme gelöst und die lokale Wirtschaft belebt werden, können jene nicht begreifen, die immer noch an den Unsinn vom >Wachstum der Mobilität< glauben oder Nutzen aus einer Größe berechnen, die es im System nicht gibt, der >Zeiteinsparung durch Geschwindigkeitserhöhung<" (DI Dr. Knoflacher)
Oder haben wir dazu gelernt? Erzeugt die Dringlichkeit des Umdenkens Raum für Neues? Haben wir einen Punkt erreicht, wo interdisziplinäre Vordenker den Vorrang vor blockierenden Systemerhaltern bekommen? Die Antwort gibt die Zukunft.
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(2) Öffentlicher Personenverkehr als Wirtschaftsfaktor
Umso unverständlicher erscheint das teils zurückhaltende Engagement für einen raschen Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs, wirft man einen Blick auf die dahinterstehende Wirtschaftsleistung. Schon 2004 zeigt der VCÖ in seiner Studie das enorme Potential auf. Bereits damals arbeiteten rund 170.000 Menschen in Österreich direkt und indirekt in Bereichen des öffentlichen Personenverkehrs. Die Gesamtwertschöpfung betrug stolze 9 Milliarden Euro pro Jahr.
Dabei hat der Schienenverkehrssektor im Gegensatz zum Straßenverkehrssektor einen höheren Anteil an Exporten als an Importen. Beim Straßenverkehr sind die Importe der Kfz- und Auto-Zulieferindustrie mit 12,5 Milliarden Euro pro Jahr höher als die Exporte mit rund 10,6 Milliarden Euro. Der Straßenverkehrssektor verursacht für Österreich ein Handelsbilanz-Defizit von jährlich 1,9 Milliarden Euro. Demgegenüber steht ein Handelsbilanz-Überschuss des Schienenverkehrssektors von 770 Millionen Euro im Jahr (Quelle: VCÖ 2004).
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(3) Chance Multimodale Mobilität
Was sind die Zukunftskonzepte? Die aktuelle VCÖ Studie „Multimodale Mobilität als Chance“ zeigt auf, wie es gehen könnte. Doch was ist diese multimodale Mobilität?
„Multimodale Mobilität ist die wechselnde Nutzung von Verkehrsmitteln durch eine Person über einen bestimmten Zeitraum. Oft werden in diesem Zeitraum mehrere Wege zurückgelegt. Wer mit der U-Bahn zur Arbeit fährt und mit dem Fahrrad zum Einkaufen, ist multimodal mobil.“ (Quelle: VCÖ)
(4) Die aktuelle Situation in Österreich
Die Mobilität der österreichischen Bevölkerung ist schon heute vielfältig. Ganze 61 Prozent benutzen gelegentlich öffentliche Verkehrsmittel, 21 Prozent besitzen sogar eine Jahreskarte. 1,3 Millionen Menschen fahren regelmäßig Fahrrad, 68 Prozent der Haushalte in Österreich haben mindestens ein Fahrrad. 76 Prozent der Haushalte haben mindestens ein Auto (das sind 4,28 Millionen Pkw) mit denen etwa 60 Prozent der Alltagswege bewältigt werden (VCÖ, 2009).
Der VCÖ zweigt sich optimistisch, dass sich dieses Verhältnis bis 2020 – zu Gunsten einer nachhaltigen Mobilität – stark hin zu den öffentlichen Verkehrsmitteln drehen kann. Und es scheint auch realistisch, immerhin betragen 50 Prozent der Autofahrten unter 5 Kilometer. Dass dabei nicht heute schon auf andere Verkehrsträger umstiegen wird, muss als ein ernst zunehmendes Signal verstanden werden. Und: Als Arbeitsauftrag für die Politik.
Besonders im städtischen, öffentlichen Verkehr müssen bereits heute nachgefragte Angebote verstärkt werden. Dazu zählen z.B. die Ausweitung der Betriebszeiten von U-Bahn und S-Bahn, wie auch die kostenattraktive Einführung einer sogenannten „Mobility Card“ als österreichweite Netzkarte für öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Die Schweiz lebt vor, was auch bei uns schon bald Realität sein könnte. Im Jahr 2006 kauften rund 316.731 Schweizer eine Jahresnetzkarte (Quelle: SBB), Tendenz steigend. Dass dafür auch die Qualität des Angebotes stimmen muss, ist Voraussetzung.
„Die Verlagerung von Pkw-Kilometern auf Öffentlichen Verkehr, Gehen, Radfahren, Elektro-Fahrzeuge und kleinere, etwa einspurige Fahrzeuge, ist umweltfreundlicher, spart Platz, Energie und oft Zeit, und reduziert damit die externen Kosten des Verkehrs, die von der Allgemeinheit getragen werden. Auch die individuellen Kosten sind in einem multimodalen Verkehrssystem geringer, die Verkehrssicherheit steigt“ (Quelle: VCÖ).
Laut VCÖ Studie könnte Österreich bis 2020 eine Reduktion des PKW Anteils von 58 Prozent (2007) auf unter 50 Prozent (2020) schaffen. Der öffentliche Verkehr würde dabei von 17 Prozent auf 21 Prozent steigen. Gerade im Bezug auf die aktuelle Prognose, wonach Österreich seine Kyoto Ziele nicht erreichen wird, eine Chance die man bei den Hörnern packen sollte.
Voraussetzung: Politischer Wille und entschlossenes Umsetzen von Maßnahmen und Empfehlung, die schon lange auf dem Tisch liegen. Zu lange?
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(5) Notwendige Maßnahmen
Was ist zu tun, um Österreich auf Kurs zu bringen? Die von uns befragten Experten&innen zeigen ein vielfältiges Spektrum von notwendigen Maßnahmen auf.
So fordert Mag. Peter Czermak vom Klimabündnis Österreich die „Wiederherstellung der Freiheit der Verkehrsmittelwahl“ und eine so wichtige „Verbesserung der Konkurrenzbedingungen für klimaschonende Mobilität“.
DI Martin Blum vom VCÖ (Verkehrspolitik) legt noch eines drauf und zeichnet das Bild einer „Investitions- und Modernisierungs-Milliarde für Bus und Bahn“, sowie die rasche „Einführung einer Mobility Card für Österreich“ und die „Optimierung und Ausweitung des Taktverkehrs“.
DI Robert Thaler, Leiter der Abt V/5 (Verkehr, Mobilität Siedlungswesen, Lärm) im Lebensministerium präsentiert ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Die „Forcierung umweltfreundlicher Antriebe und erneuerbarer Kraftstoffe“, die „Förderung von Mobilitätsmanagement zur klimaschonenden Abwicklung unserer Mobilität“, den „Ausbau der Bahn und des Öffentlichen Verkehrs“, die „Anreize für klimaschonende Mobilität“ (z.B. durch Ökologisierung der Verkehrssteuern) und „Konzertierte Maßnahmen gegen die weitere Zersiedelung“ der österreichischen Bevölkerung.
(3) Chance Multimodale Mobilität
Was sind die Zukunftskonzepte? Die aktuelle VCÖ Studie „Multimodale Mobilität als Chance“ zeigt auf, wie es gehen könnte. Doch was ist diese multimodale Mobilität?
„Multimodale Mobilität ist die wechselnde Nutzung von Verkehrsmitteln durch eine Person über einen bestimmten Zeitraum. Oft werden in diesem Zeitraum mehrere Wege zurückgelegt. Wer mit der U-Bahn zur Arbeit fährt und mit dem Fahrrad zum Einkaufen, ist multimodal mobil.“ (Quelle: VCÖ)
(4) Die aktuelle Situation in Österreich
Die Mobilität der österreichischen Bevölkerung ist schon heute vielfältig. Ganze 61 Prozent benutzen gelegentlich öffentliche Verkehrsmittel, 21 Prozent besitzen sogar eine Jahreskarte. 1,3 Millionen Menschen fahren regelmäßig Fahrrad, 68 Prozent der Haushalte in Österreich haben mindestens ein Fahrrad. 76 Prozent der Haushalte haben mindestens ein Auto (das sind 4,28 Millionen Pkw) mit denen etwa 60 Prozent der Alltagswege bewältigt werden (VCÖ, 2009).
Der VCÖ zweigt sich optimistisch, dass sich dieses Verhältnis bis 2020 – zu Gunsten einer nachhaltigen Mobilität – stark hin zu den öffentlichen Verkehrsmitteln drehen kann. Und es scheint auch realistisch, immerhin betragen 50 Prozent der Autofahrten unter 5 Kilometer. Dass dabei nicht heute schon auf andere Verkehrsträger umstiegen wird, muss als ein ernst zunehmendes Signal verstanden werden. Und: Als Arbeitsauftrag für die Politik.
Besonders im städtischen, öffentlichen Verkehr müssen bereits heute nachgefragte Angebote verstärkt werden. Dazu zählen z.B. die Ausweitung der Betriebszeiten von U-Bahn und S-Bahn, wie auch die kostenattraktive Einführung einer sogenannten „Mobility Card“ als österreichweite Netzkarte für öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Die Schweiz lebt vor, was auch bei uns schon bald Realität sein könnte. Im Jahr 2006 kauften rund 316.731 Schweizer eine Jahresnetzkarte (Quelle: SBB), Tendenz steigend. Dass dafür auch die Qualität des Angebotes stimmen muss, ist Voraussetzung.
„Die Verlagerung von Pkw-Kilometern auf Öffentlichen Verkehr, Gehen, Radfahren, Elektro-Fahrzeuge und kleinere, etwa einspurige Fahrzeuge, ist umweltfreundlicher, spart Platz, Energie und oft Zeit, und reduziert damit die externen Kosten des Verkehrs, die von der Allgemeinheit getragen werden. Auch die individuellen Kosten sind in einem multimodalen Verkehrssystem geringer, die Verkehrssicherheit steigt“ (Quelle: VCÖ).
Laut VCÖ Studie könnte Österreich bis 2020 eine Reduktion des PKW Anteils von 58 Prozent (2007) auf unter 50 Prozent (2020) schaffen. Der öffentliche Verkehr würde dabei von 17 Prozent auf 21 Prozent steigen. Gerade im Bezug auf die aktuelle Prognose, wonach Österreich seine Kyoto Ziele nicht erreichen wird, eine Chance die man bei den Hörnern packen sollte.
Voraussetzung: Politischer Wille und entschlossenes Umsetzen von Maßnahmen und Empfehlung, die schon lange auf dem Tisch liegen. Zu lange?
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(5) Notwendige Maßnahmen
Was ist zu tun, um Österreich auf Kurs zu bringen? Die von uns befragten Experten&innen zeigen ein vielfältiges Spektrum von notwendigen Maßnahmen auf.
So fordert Mag. Peter Czermak vom Klimabündnis Österreich die „Wiederherstellung der Freiheit der Verkehrsmittelwahl“ und eine so wichtige „Verbesserung der Konkurrenzbedingungen für klimaschonende Mobilität“.
DI Martin Blum vom VCÖ (Verkehrspolitik) legt noch eines drauf und zeichnet das Bild einer „Investitions- und Modernisierungs-Milliarde für Bus und Bahn“, sowie die rasche „Einführung einer Mobility Card für Österreich“ und die „Optimierung und Ausweitung des Taktverkehrs“.
DI Robert Thaler, Leiter der Abt V/5 (Verkehr, Mobilität Siedlungswesen, Lärm) im Lebensministerium präsentiert ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Die „Forcierung umweltfreundlicher Antriebe und erneuerbarer Kraftstoffe“, die „Förderung von Mobilitätsmanagement zur klimaschonenden Abwicklung unserer Mobilität“, den „Ausbau der Bahn und des Öffentlichen Verkehrs“, die „Anreize für klimaschonende Mobilität“ (z.B. durch Ökologisierung der Verkehrssteuern) und „Konzertierte Maßnahmen gegen die weitere Zersiedelung“ der österreichischen Bevölkerung.
Nicht ganz ohne Bedeutung sind auch die KonsumentInnen selbst. Strategischer Konsum darf nicht bei der Fair-Trade Banane aufhören. Auch bei der Wahl der eigenen Mobilität kann der Einzelne viel bewegen. Ob im urbanen Alltag oder bei der Planung des Urlaubs. Potentiale für eine nachhaltige Mobilität gibt es immer.
Und wenn der PKW unumgänglich ist, dann kann noch immer auf sparsame, CO2-arme Modelle, oder sogar auf neueste Fahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantriebe umgestiegen werden. Eine kritische Masse ist entscheidend, damit die Wirtschaft es als konkreten Auftrag zur klimafreundlichen Umstellung ihrer Produktpalette versteht. Und: Es kann gerade im Alltag nicht genügend Vorbilder und Multiplikatoren geben.
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(6) Wichtige Erfolge
Die Herausforderungen sind groß, die notwendigen Maßnahmen erscheinen erdrückend und dennoch gibt es Grund für eine optimistische Grundeinstellung, welche wohl auch immer besser ist als resignierender Pessimismus. Gerade bei großen Herausforderungen.
Insgesamt haben die CO2-Verkehrsemissionen von 2005 auf 2007 um 1,2 Mio. Tonnen (4%) abgenommen. Die Gründe dafür sieht DI Thaler vom Lebensministerium vor allem bei der Substitution von fossilem Diesel durch Biodiesel.
Gerade die Mobilitätsprojekte von „klima:aktiv“ zeigen beeindruckende Wirkung. Rund 700 Betriebe, Gemeinden und Verbände sparen mit ihren klima:aktiv mobil Projekten bei der Fuhrparkumstellung, neuem Mobilitätsmanagement und einer Verstärkung des Radverkehrs, bereits 325.025 Tonnen CO2 pro Jahr ein, zeigt DI Thaler in seinem Beitrag auf.
Dabei ist die Klimaschutzinitiative „klima:aktiv mobil“ des Lebensministeriums auch europaweit Vorbild und erhielt heuer große EU-weite Anerkennung: klima:aktiv mobil wurde als eine der 5 besten Initiativen in der Kategorie für neue innovative Partnerschaften beim „European Public Service Award“ ausgezeichnet.
Auch Dr. Max Herry (Herry Consulting) ist der Überzeugung, dass mit der vom Lebensministerium initiierten Aktion „klima:aktiv“ die Basis für weitere innovative Programme gelegt wurde, um die ehrgeizigen Klimaschutzziele auch im Verkehrsbereich schlussendlich zu erreichen.
Doch bei den gestern gesetzten Klimaschutzzielen darf es nicht enden. Spricht man von einer Trendwende im Verkehr, dann muss es um einen umfassenden, verantwortungsvollen Wechsel hin zu einer sauberen, schönen und zukunftsfähigen Gesamtlösung gehen, die unserer Intelligenz entspricht und die Lebensqualität aller – heute wie morgen – steigert und sichert.
Oder, um es mit Voltaire auf den Punkt zu bringen: Es braucht eine neue Revolution der Geister, es braucht einen neuen Enthusiasmus, um den alten zu zerstören.
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Autor: Hannes Offenbacher
Geschäftsführender Gesellschafter von Mehrblick | creating sustainable ideas
Persönlicher Blog von Hannes Offenbacher: www.bessergehtsimmer.at
Unter www.klimabuendnis.at/bestpractice gibt es eine Übersicht der Best Practice Beispiele.
VCÖ Mobilitätspreis - www.vcoe.at
Mit dem VCÖ-Mobilitätspreis werden seit 18 Jahren Projekte aus dem Mobilitäts- und Transportbereich ausgezeichnet, die eine positive Vorbildwirkung haben. Der Pool der bisher beim VCÖ-Mobilitätspreis eingereichten Projekte ist groß. Viele der innovativen Projekte haben bereits andere Gemeinden, Unternehmen oder Organisationen zur Nachahmung angeregt.
Der VCÖ stellt nun in einer Online-Datenbank Informationen zu mehr als 800 Projekten, die seit dem Jahr 2006 eingereicht wurden, allgemein zur Verfügung. Unter www.vcoe.at/projektdatenbank ist sowohl eine Volltextsuche als auch eine Suche nach verschiedenen Kriterien wie Kategorie, Einreichjahr oder Bundesland möglich. Die Projektdatenbank soll Anregungen und Ideen liefern, damit viele weitere Projekte für eine nachhaltige Mobilität umgesetzt werden.
Gemeinden mobil - www.gemeindenmobil.at
„Gemeinden mobil“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und Klimabündnis Tirol, unterstützt mit nationalen Mitteln des Landes Tirol sowie kofinanziert durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung - INTERREG IV A.
Aktuell nehmen 45 Gemeinden aus Tirol und Südtirol am Interreg-Projekt teil und suchen gemeinsam Wege zur Reduktion der Verkehrsbelastung. 2006 mit zunächst zehn Gemeinden von Klimabündnis Tirol als Pilotprojekt gestartet, erfuhr "Gemeinden mobil" aufgrund der guten Erfahrungen und durch die Unterstützung vom Land Tirol rasch eine Erweiterung. Bis 2011 wird die Teilnahme von 50 angestrebt. Der Projektstand in den Teilnehmergemeinden ist aufgrund der zeitlich verschobenen Beitritte noch sehr unterschiedlich. Grundlegend für eine Teilnahme ist aber die Einrichtung einer Mobilitätsauskunftsstelle auf dem Gemeindeamt.
Klimatour durch Österreich - www.klimatour.at
Während der 15-tägigen KLIMATOUR 2009 stand das Fahrrad als klimafreundliche Kurzstrecken-Alternative zum Auto im Mittelpunkt. Neben den traditionellen Themen biologische Landwirtschaft, fairer Handel und Klimaschutz wurde besonders regionale Mobilität durch Radfahren großgeschrieben. So bewegt sich die Klimatour klimafreundlich von Gemeinde zu Gemeinde.
Die Mobilitätswoche - www.mobilitaetswoche.at
Ziel dieser europäischen Initiative ist es, die BürgerInnen für umweltfreundliche Mobilität zu sensibilisieren, Aufmerksamkeit für Verkehrsprobleme zu schaffen und umweltverträgliche Lösungen zu suchen.
In der Europäischen Mobilitätswoche und am Autofreien Tag soll die Bevölkerung bewusst die Vorzüge einer autofreien Umwelt erleben und genießen können. Zu Fuß gehen, Radfahren und Öffentliche Verkehrsmittel bekommen den Raum, der ihnen zusteht.
Die Initiative ist nicht als Einmalaktion zu verstehen, sondern soll andere Maßnahmen einer nachhaltigen und klimagerechten Verkehrsgestaltung unterstützen und zu einer langfristigen Änderung des Verkehrsverhaltens führen.
(6) Wichtige Erfolge
Die Herausforderungen sind groß, die notwendigen Maßnahmen erscheinen erdrückend und dennoch gibt es Grund für eine optimistische Grundeinstellung, welche wohl auch immer besser ist als resignierender Pessimismus. Gerade bei großen Herausforderungen.
Insgesamt haben die CO2-Verkehrsemissionen von 2005 auf 2007 um 1,2 Mio. Tonnen (4%) abgenommen. Die Gründe dafür sieht DI Thaler vom Lebensministerium vor allem bei der Substitution von fossilem Diesel durch Biodiesel.
Gerade die Mobilitätsprojekte von „klima:aktiv“ zeigen beeindruckende Wirkung. Rund 700 Betriebe, Gemeinden und Verbände sparen mit ihren klima:aktiv mobil Projekten bei der Fuhrparkumstellung, neuem Mobilitätsmanagement und einer Verstärkung des Radverkehrs, bereits 325.025 Tonnen CO2 pro Jahr ein, zeigt DI Thaler in seinem Beitrag auf.
Dabei ist die Klimaschutzinitiative „klima:aktiv mobil“ des Lebensministeriums auch europaweit Vorbild und erhielt heuer große EU-weite Anerkennung: klima:aktiv mobil wurde als eine der 5 besten Initiativen in der Kategorie für neue innovative Partnerschaften beim „European Public Service Award“ ausgezeichnet.
Auch Dr. Max Herry (Herry Consulting) ist der Überzeugung, dass mit der vom Lebensministerium initiierten Aktion „klima:aktiv“ die Basis für weitere innovative Programme gelegt wurde, um die ehrgeizigen Klimaschutzziele auch im Verkehrsbereich schlussendlich zu erreichen.
Doch bei den gestern gesetzten Klimaschutzzielen darf es nicht enden. Spricht man von einer Trendwende im Verkehr, dann muss es um einen umfassenden, verantwortungsvollen Wechsel hin zu einer sauberen, schönen und zukunftsfähigen Gesamtlösung gehen, die unserer Intelligenz entspricht und die Lebensqualität aller – heute wie morgen – steigert und sichert.
Oder, um es mit Voltaire auf den Punkt zu bringen: Es braucht eine neue Revolution der Geister, es braucht einen neuen Enthusiasmus, um den alten zu zerstören.
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Autor: Hannes Offenbacher
Geschäftsführender Gesellschafter von Mehrblick | creating sustainable ideas
Persönlicher Blog von Hannes Offenbacher: www.bessergehtsimmer.at
Weitere Informationen zu klima:aktiv mobil (
139,6 kB) von DI Willy Raimund, Österr. Energieagentur
Statistische Daten zu Thema Verkehr: Statistik Austria – Verkehrsdaten
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(7) Wichtige Initiativen & Projekte
Welche Initiativen und Programme unterstützen aktiv das so wichtige Umdenken und Handeln? Nachfolgend eine Auswahl an erfolgreichen Initiativen in Österreich. Wir freuen uns über die Zusendung weiterer!
Klima:aktiv mobil - www.klimaaktivmobil.at
Klimaverträgliche Mobilität von der Dienstreise zum Wochenendausflug. Auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit oder in der Freizeit, zum Einkauf oder zur Erholung – mobil sein heißt nicht unbedingt motorisiert unterwegs sein.
Um Wege in Zukunft vermehrt umweltverträglich zurückzulegen und Betriebe, öffentliche Einrichtungen sowie Gemeinden zu motivieren, aktiv Beiträge zum Klimaschutz im Verkehr zu leisten wurden im Rahmen von klima:aktiv mobil Aktions- und Beratungsprogramme für unterschiedliche Zielgruppen gestartet:
Statistische Daten zu Thema Verkehr: Statistik Austria – Verkehrsdaten
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(7) Wichtige Initiativen & Projekte
Welche Initiativen und Programme unterstützen aktiv das so wichtige Umdenken und Handeln? Nachfolgend eine Auswahl an erfolgreichen Initiativen in Österreich. Wir freuen uns über die Zusendung weiterer!
Klima:aktiv mobil - www.klimaaktivmobil.at
Klimaverträgliche Mobilität von der Dienstreise zum Wochenendausflug. Auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit oder in der Freizeit, zum Einkauf oder zur Erholung – mobil sein heißt nicht unbedingt motorisiert unterwegs sein.
Um Wege in Zukunft vermehrt umweltverträglich zurückzulegen und Betriebe, öffentliche Einrichtungen sowie Gemeinden zu motivieren, aktiv Beiträge zum Klimaschutz im Verkehr zu leisten wurden im Rahmen von klima:aktiv mobil Aktions- und Beratungsprogramme für unterschiedliche Zielgruppen gestartet:
- Mobilitätsmanagement für Betriebe und öffentliche Verwaltungen als Win-Win Maßnahme für Wirtschaft und Umwelt und Umsetzung von Mobilitätsmanagement in öffentlichen Einrichtungen
- Mobilitätsmanagement für Bauträger, Immobilienentwickler und Investoren Verkehr und Mobilität bei Wohnbauanlagen, Betriebsansiedlungen und in der Bauabwicklung klimafreundlich planen
- Mobilitätsmanagement für Schulen und Jugend für sichere und umweltverträgliche Schul- und Freizeitwege
- Mobilitätsmangement für Städte, Gemeinden und Regionen Klimaschutz im Verkehr in Gemeinden und Regionen
- Mobilitätsmanagement für Freizeit und Tourismus sanft-mobil auf dem Weg zum und am Urlaubsort
- Spritspar-Initiative – die Initiative für einen spritsparenden Fahrstil
- Zur Sichtbarmachung der Aktivitäten und Akteure von klima:aktiv mobil wurde eigens eine digitale Landkarte erstellt. Mehr als 500 klima:aktiv mobil Projekte sind derzeit auf der Mobilitätslandkarte abgebildet.
VCÖ Mobilitätspreis - www.vcoe.at
Mit dem VCÖ-Mobilitätspreis werden seit 18 Jahren Projekte aus dem Mobilitäts- und Transportbereich ausgezeichnet, die eine positive Vorbildwirkung haben. Der Pool der bisher beim VCÖ-Mobilitätspreis eingereichten Projekte ist groß. Viele der innovativen Projekte haben bereits andere Gemeinden, Unternehmen oder Organisationen zur Nachahmung angeregt.
Der VCÖ stellt nun in einer Online-Datenbank Informationen zu mehr als 800 Projekten, die seit dem Jahr 2006 eingereicht wurden, allgemein zur Verfügung. Unter www.vcoe.at/projektdatenbank ist sowohl eine Volltextsuche als auch eine Suche nach verschiedenen Kriterien wie Kategorie, Einreichjahr oder Bundesland möglich. Die Projektdatenbank soll Anregungen und Ideen liefern, damit viele weitere Projekte für eine nachhaltige Mobilität umgesetzt werden.
Gemeinden mobil - www.gemeindenmobil.at
„Gemeinden mobil“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und Klimabündnis Tirol, unterstützt mit nationalen Mitteln des Landes Tirol sowie kofinanziert durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung - INTERREG IV A.
Aktuell nehmen 45 Gemeinden aus Tirol und Südtirol am Interreg-Projekt teil und suchen gemeinsam Wege zur Reduktion der Verkehrsbelastung. 2006 mit zunächst zehn Gemeinden von Klimabündnis Tirol als Pilotprojekt gestartet, erfuhr "Gemeinden mobil" aufgrund der guten Erfahrungen und durch die Unterstützung vom Land Tirol rasch eine Erweiterung. Bis 2011 wird die Teilnahme von 50 angestrebt. Der Projektstand in den Teilnehmergemeinden ist aufgrund der zeitlich verschobenen Beitritte noch sehr unterschiedlich. Grundlegend für eine Teilnahme ist aber die Einrichtung einer Mobilitätsauskunftsstelle auf dem Gemeindeamt.
Klimatour durch Österreich - www.klimatour.at
Während der 15-tägigen KLIMATOUR 2009 stand das Fahrrad als klimafreundliche Kurzstrecken-Alternative zum Auto im Mittelpunkt. Neben den traditionellen Themen biologische Landwirtschaft, fairer Handel und Klimaschutz wurde besonders regionale Mobilität durch Radfahren großgeschrieben. So bewegt sich die Klimatour klimafreundlich von Gemeinde zu Gemeinde.
Die Mobilitätswoche - www.mobilitaetswoche.at
Ziel dieser europäischen Initiative ist es, die BürgerInnen für umweltfreundliche Mobilität zu sensibilisieren, Aufmerksamkeit für Verkehrsprobleme zu schaffen und umweltverträgliche Lösungen zu suchen.
In der Europäischen Mobilitätswoche und am Autofreien Tag soll die Bevölkerung bewusst die Vorzüge einer autofreien Umwelt erleben und genießen können. Zu Fuß gehen, Radfahren und Öffentliche Verkehrsmittel bekommen den Raum, der ihnen zusteht.
Die Initiative ist nicht als Einmalaktion zu verstehen, sondern soll andere Maßnahmen einer nachhaltigen und klimagerechten Verkehrsgestaltung unterstützen und zu einer langfristigen Änderung des Verkehrsverhaltens führen.
Weitere Beiträge zum Monatsthema 12/09 - "Nachhaltige Mobilität":
Dialog: Experten Gastbeiträge zum Thema
Person des Monats 12/09: Dir. Ing. Walter Schiefer von den Feistritzwerken-STEWEAG im Interview
03.12.2009, nachhaltigkeit.at


