Intelligente Stromnetze: USA preschen mit Forschungsförderung vor
Stromnetze sollen „klüger“ werden, um Stromverbrauch und -Erzeugung besser aufeinander abzustimmen, Energie so effizienter zu nutzen und einzusparen.
Smart Grids gelten dabei als Voraussetzung für den Ausbau erneuerbarer Energien, deren schwankende Bereitstellung ausgeglichen werden muss. Die amerikanische Regierung hat dafür nun ein milliardenschweres Forschungs- und Entwicklungsprogramm gestartet.
In den USA betragen die jüngsten Forschungsinvestitionen in Smart Grids derzeit mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar – das amerikanische Stromnetz gilt unter Experten allerdings auch als technisch hinfällig und ist dringend zu modernisieren. 620 Millionen US-Dollar stellte das amerikanische Energieministerium Ende November für die Forschung bereit, eine Milliarde US-Dollar stammen aus der Privatwirtschaft.
Die Forschung und Entwicklung intelligenter Stromnetze ist aber noch in den Kinderschuhen. Die Erwartungen sind jedoch sehr hoch: Das US-Energieministerium rechnet damit, dass der steigende Stromverbrauch des Landes mit intelligenten Netzen bis 2030 um vier Prozent bzw. 20 Milliarden US-Dollar sinken könnte. Smart Grids stellen daher eine Zukunftsinvestitionen dar. Auch der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat sich des öfteren für eine solche Förderung ausgesprochen.
Wie hoch die Investitionen für den Aus- und Umbau der Netze sein müssten, hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace International jetzt berechnen lassen. Europaweit liegt der Bedarf demnach bei 209 Milliarden Euro bis zum Jahr 2050. Greenpeace will die Investitionen für den Netzausbau auf Verbraucher und Energieversorger umlegen. „Strom würde dann um 0,15 Cent pro Kilowattstunde teurer“, so Teske. Das sei weniger als ein Prozent. Forschungs- und Entwicklungsausgaben berücksichtigt die Studie nicht. Sie schlüsselt lediglich die Kosten für den Neubau oder die Sanierung von Stromleitungen und Speicherkapazitäten auf.
Mehr Informationen finden Sie unter:
http://www.smartgrids.at/
http://www.smartgrids.eu/
13.12.2009, Nachhaltigkeit Home


