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MBA Oath
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"Hippokratischer Eid" für ManagerInnen

Havard AbsolventInnen schwören einen neuen Eid für Nachhaltigkeit 

Die MBA-StudentInnen der Elite Uni Harvard Business School schwören, dass sie "mit äußerster Integrität" vorgehen möchten, "nachhaltige wirtschaftliche, soziale und ökologische Prosperität" anstreben und "dem allgemeinen Guten" dienen werden.

Ziel ist es, sich ausdrücklich von jenen MBA AbsolventInnen zu distanzieren, die an der Krise und dem Desaster an der Wall Street mitschuldig sind. Der Berufsstand des bzw. der "ManagerIn" soll wieder eine gesellschaftlich angesehene Position bekommen. Die Absolventen sollen mit höheren Standards arbeiten und auch andere Menschen dazu bringen verantwortungsvoll zu wirtschaften und zu leben. 
 
Bereits 2004 wurde von Angel Cabrera, Präsident der Business School Thunderbird in Arizona, vorgeschlagen, einen solchen Schwur zu entwickeln. Diese Idee wurde dann im Oktober 2008 schließlich von den Harvard Professoren Rakesh Khurana und Nitin Nohria in einem Artikel in der "Harvard Business Review" aufgegriffen. Einige Studierende der Harvard Business School präsentierten dann im Vorjahr ihren hippokratischen Eid für ManagerInnen. Nun gibt es bereits mehr als 1.800 ManagerInnen, die den Schwur abgelegt haben.
 
Neben den führenden Business Schools der Welt wie Harvard, Thunderbird, der Indian School of Business und der INCAE stehen mittlerweile auch andere Universitäten hinter diesem Eid. So will die European Business School künftig ihre AbsolventInnen nicht nur zu moralische Prinzipien verpflichten, sondern auch ethische Fragestellungen den Studenten praxisnah vermitteln. Der Eid soll damit aktiv ins Studium integriert werden. 
 
Es gibt jedoch auch kritische Stimmen. Man äußerte die Sorge, der hippokratische Eid sei in diesem Bereich unnötig, wenn nicht sogar schädlich. Shareholder könnten befürchten hinter den gesellschaftlichen Interessen der UnternehmerInnen zurückzustehen. Gleichzeitig sei der Schwur zu wenig prägnant formuliert - genaue Definitionen von "ethischem Verhalten", "in gutem Glauben" etc. bleiben aus.
 
Mehr Informationen:
Kurzversion des Eids und weiterführende Infos finden Sie hier.
Weiters:
Der Twitter Account des Projekts
Die Facebook Seite des Projekts
 

22.02.2010, Nachhaltigkeit Home