Im Gespräch: DI Günther Humer, Nachhaltigkeitskoordinator in Oberösterreich
Im Interview für nachhaltigkeit.at stellte sich Günther Humer einigen Fragen zu seinem Verständnis von nachhaltiger Entwicklung und zu seiner Tätigkeit als Nachhaltigkeitskoordinator in Oberösterreich.
Günther Humer: „Man mische Hausverstand mit Sensibilität für alles Lebendige stelle es in einen Kontext der Solidarität mit dem lokalen und globalen Gemeinwesen, und erweitere es mit einer generationenübergreifenden Perspektive.“
nachhaltigkeit.at: Angenommen, Sie als Filmregisseur stünden vor der Aufgabe, nachhaltige Entwicklung durch eine(n) Schauspieler(in) zu verkörpern. Mit welcher Schauspielerin bzw. welchem Schauspieler würden Sie die Rolle besetzen?
Günther Humer: „Mit Erika Pluhar“
nachhaltigkeit.at: Was ist die wichtigste Charaktereigenschaft, die ein(e) Nachhaltigkeitskoordinator(in) besitzen muss, um ihre/seine Tätigkeiten erfolgreich ausüben zu können?
Günther Humer: „Geduld, Ausdauer und Sensibilität für Menschen und potenzielle Möglichkeiten“
nachhaltigkeit.at: Was war ihr größter Erfolg bzw. an welches Ereignis bei Ihrer Tätigkeit als Nachhaltigkeitskoordinator denken Sie gerne zurück?
Günther Humer: „Die vielen kleinen Aufbrüche und das breite Netzwerk an Eigeninitiativen, die in den letzten 15 Jahren unterstützt werden konnten“
nachhaltigkeit.at: Wie tanken Sie Kraft für die „Mühen der Ebene“ bzw. was motiviert Sie „dran zu bleiben“?
Günther Humer: „Beim Zusammensein mit den Menschen, die das leben, was sie sagen“
nachhaltigkeit.at: Was sind Ihre Prioritäten in den nächsten 1 bis 3 Jahren?
Günther Humer: „Weiterhin konsequent dran bleiben!“
nachhaltigkeit.at: Wir schreiben das Jahr 2030. Welche Spuren wollen Sie mit Ihrem beruflichen Wirken hinterlassen haben?
Günther Humer: „Ich möchte meines getan haben - nicht mehr und nicht weniger“
nachhaltigkeit.at: Wer hat Ihrer Meinung nach in Fragen der Nachhaltigkeit den größten Nachholbedarf? Die Gesellschaft, die Wirtschaft oder die Politik?
Günther Humer: „In allen drei Bereichen gibt es in unterschiedlicher Weise Vorbildhaftes wie Nachholbedarf“
nachhaltigkeit.at: Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt, dass es an nachhaltiger Entwicklung mangelt. Verstehen Sie die Krise als Chance bzw. Triebfeder für die Umsetzung nachhaltiger Entwicklung oder bremst sie diese? Warum?
Günther Humer: „Es liegt unter anderem auch an uns, ob wir die Chancen nutzen oder schon bei den Hindernissen hängen bleiben!“
nachhaltigkeit.at: Rollentausch: Stellen Sie sich vor, Sie wären ab morgen Politiker – was würden Sie als Erstes angehen?
Günther Humer: „Genau schauen, wo mein Gestaltungsspielraum liegt und mit welchen PartnerInnen ich diesen am besten im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung und gemeinsam mit den Betroffenen nutzen kann.“
nachhaltigkeit.at: Wie sieht für Sie ein gutes Leben aus?
Günther Humer: „Eines wie ich es derzeit lebe..“
nachhaltigkeit.at: Was hebt Ihre Lebensqualität?
Günther Humer: „Vertraute Menschen, Meditation und Stille, sinnvolles Tun“
nachhaltigkeit.at: Womit verbringen Sie den größten Teil Ihrer Freizeit?
Günther Humer: „Mit Leuten reden, denken, lesen, gehen, radeln“
nachhaltigkeit.at Was ist Ihr ganz persönlicher Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung unseres Landes/Ihrer Region?
Günther Humer: „Meine beiden Töchter Franziska und Sophia“
nachhaltigkeit.at: Was wünschen Sie sich für Ihre Kinder / für die nächste Generation?
Günther Humer: „Ein Klima des Zusammenhalts und der Hoffnung“
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Weitere Informationen zu den Mitgliedern der österreichischen NachhaltigkeitskoordinatorInnen Konferenz finden Sie hier.
23.08.2010, Nachhaltigkeit


