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Studie: Ölkonzerne nehmen steigende Umweltrisiken in Kauf

Viele Ölkonzerne dringen in immer tiefere Gewässer vor, um neue Quellen zu erschließen. Steigende Risiken nehmen sie dabei in Kauf und werden ihrer Verantwortung gegenüber Mensch und Natur nicht gerecht, sagt eine Studie der Rating-Agentur oekom research.

Jederzeit könnten Unfälle wie die Explosion der Bohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko wieder passieren. Die Studie der auf nachhaltige Investments spezialisierten Rating-Agentur zeigt, welche Ölkonzerne glaubhaft daran arbeiten, solche Risiken und andere schädliche Einflüsse auf Mensch und Umwelt zu verringern und welche weit davon entfernt sind.

oekom research hat 27 der weltweit größten, börsennotierten Öl- und Gaskonzerne untersucht und bewertet, wie diese Unternehmen mit ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung umgehen. Auf einer Skala von der Bestnote A+ bis D- erhielt der österreichische Konzern OMV mit der Note B die beste Bewertung. Diese beruhte unter anderem auf der „vergleichsweise niedrigen Energieintensität der OMV-Raffinerien in Österreich und Deutschland“ sowie auf einem „detaillierten wirtschaftsethischen Verhaltenskodex“ und angemessenen Maßnahmen zu dessen Einhaltung.

Die Plätze zwei und drei belegen Snam Rete Gas aus Italien und Total aus Frankreich. BP dagegen schaffte es nicht in die Gruppe der Branchenbesten. Seit zehn Jahren schon rangiert BP in regelmäßig wiederholten Analysen der Forscher unterhalb der Spitzengruppe. Als Gründe dafür führen die Analysten „Versäumnisse und Schwachstellen in den Bereichen Anlagensicherheit und Arbeitsschutz“ an. Diese hätten bei dem britischen Konzern bereits vor der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu Umwelt- und Arbeitsrechtverstößen geführt.
 
Details unter www.oekom-research.de
 

27.07.2010, Nachhaltigkeit Personen & Ansichten