Haus der Zukunft
gugler* startet das Haus der Zukunft - ein Erweiterungsprojekt nach 10 Jahren im preisgekrönten Öko-Firmengebäude in Pielach.
Das Haus soll Raum schaffen für eine nachhaltige Entwicklung und zudem neue Maßstäbe für eine zukunftsfähige Architektur setzen. Kreativität, Innovation und Kontemplation an einem Ort.
Ende August trafen sich hierzu 30 Fachleute verschiedenster Branchen für ein Kick-Off Meeting. Drei wichtige Grundzüge des äußeren und inneren Gestaltens wurden erarbeitet:
(1) Werden und Sein des Hauses werden nach außen gezeigt, sichtbare und unsichtbare Prozesse sind erlebbar. Das betrifft die Materialien ("Wo Cradle-to-Cradle drin ist, soll auch Cradle-to-Crade drauf stehen"), die stofflichen (erkennbarer Energieverbrauch, transparente Wasserversorgung) wie nicht-stofflichen Abläufe (echte Kommunikations-Räume, produktive Spannung zwischen Denken und Tun). Sie alle haben sinnlichen Charakter.
(2) Wie ein lebendiges Best-Practice-Beispiel, ein nachhaltiger Showroom lädt das Haus Innovationen von außen zur Beteiligung ein. Produkte, Leistungen, Ideen von Partnern finden ihren (gebührend dokumentierten) Platz und sorgen für ein Klima spürbarer Evolution. Das Haus ist zugleich Ausstellungsraum wie Zukunftslaboratorium.
(3) Die Reibungsflächen des Hauses sollen ebenso offen zu Tage treten. Das Haus verdrängt zum einen landwirtschaftliche Kulturfläche, ermöglicht zugleich neue Formen wie Permakultur, lässt die Natur ganz nah herankommen. Es konfrontiert fiebrige Kreation und kontemplativen Rückzug. Es verbindet effiziente Produktion und widerständigen Wissenserwerb. Es symbolisiert betriebswirtschaftlichen Erfolg und Gemeinwohlorientierung.
Aktuelle Informationen finden Sie auf der Website zum Haus der Zukunft.
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10.09.2010, nachhaltigkeit.at


