e-mobility Graz: Lautlos in die saubere Zukunft
Klima- und Energiefonds fördert die E-Mobilitäts-Modellregion Graz mit 1,6 Mio. Euro
Graz ist neben Eisenstadt und Wien nun die dritte neue E-Mobilitäts-Modellregion. 500 Elektroautos und E-Bikes werden in den nächsten drei Jahren angeschafft und die Straßen bevölkern. Die Infrastruktur mit soll mit Ladestationen entsprechend wachsen. Die zusätzlich benötigte Energie wird aus Kleinwasserkraftwerken und Photovoltaikanlagen gewonnen. Die Integration des Öffentlichen Verkehrs ist ebenfalls Bestandteil des vorliegenden Konzeptes."Graz schafft als E-Mobilitäts-Modellregion kreative e-Mobilitäts-Lösungen und zeigt den Grazerinnen und Grazern, welche Vorteile es bringt, auf Elektrofahrzeuge umzusteigen und damit in der Stadt klimafreundlich mobil zu sein", ist Umweltminister Niki Berlakovich überzeugt. Seit drei Jahren fährt der Klima- und Energiefonds gemeinsam mit dem Umweltministerium das Programm "E-Mobilitäts-Modellregionen", 2010 wurden in Summe 3,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, Graz erhält 1,6 Millionen Euro. "Wir wollen Mobilität nicht verbieten, aber wir wollen Alternativen aufzeigen. e-Mobilität bringt mehr Lebensqualität für die Menschen, gerade im urbanen Raum. Die Zukunft der Mobilität muss klimafreundlich sein", so Berlakovich.
Die E-Mobilitäts-Modellregion Graz hat ihr Konzept genau auf die Feinstaubproblematik in der Stadt abgestimmt. 500 E-Mobile werden die fossilen Emissionen verringern. "Die Lebensqualität wird besser. Das wird der überzeugendste Grund für die Grazerinnen und Grazer sein, die Modellregion aktiv zu leben", ist Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, überzeugt.
Insgesamt gibt es nun in Österreich fünf E-Mobilitäts-Modellregionen (Vorarlberg, Salzburg, Wien, Graz und Eisenstadt). Unterschiedliche Zielgruppen, geografische und demografische Voraussetzungen sowie Geschäftsmodelle werden in den Modellregionen erprobt und bereiten Österreich für den zukünftigen Megatrend E-Mobilität vor. Österreich ist es mit seinen Modellregionen gelungen, auch international eine Vorreiterrolle einzunehmen, gemeinsam mit London und Berlin gilt Vorarlberg als Vorzeigeprojekt.
Das übergeordnete Ziel der e-mobility ist die nachhaltige Senkung von CO2-Emmissionen mittels rascher und nachhaltiger Einführung von elektrischer Mobilität. "Denn Mobilität muss auch Spaß machen dürfen, niemand soll ein schlechtes Gewissen haben, wenn er oder sie sich in ein Auto setzt", sagt der Grazer Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl. "Jedoch darf Mobilität unser Klima nicht noch mehr belasten. Gerade im feinstaubgeplagten Graz können wir mit dem Umstieg auf diese neuen und innovativen Mobilitätsformen ein starkes und klimafreundliches Zeichen für die Zukunft setzen."
Doch wir stehen noch vor zahlreichen Fragen, die uns auf unserem Weg in Richtung einer elektromobilen Zukunft begegnen werden. Im Zuge des e-mobility Kongresses im heurigen Frühjahr konnten einige beantwortet werden, mit der Förderung unserer Projektregion aus dem Klimafonds wird es nachhaltig vorwärts gehen. Nagl: "Der erste Schritt beginnt immer bei einem selbst, Elektromobilität ist nicht bloß der Umstieg auf ein elektrisch betriebenes Auto, Elektromobilität ist ein Zusammenspiel der gesamten Infrastruktur und des öffentlichen Verkehres." Nur wenn es gelingt, die Stadtgestaltung so auszurichten, dass es für die Bürgerinnen und Bürger attraktiv ist, sich mit einem Elektrofahrzeug zu bewegen, kann die gesamte Stadt von einem Zugewinn an Lebens- und Wohnqualität profitieren. "Hier sind Städteplaner, die Politik und Bevölkerung gleichsam gefragt, entscheidende Impulse für diese Entwicklung muss die Stadt jedoch selbst geben. Bei den Grazer Verkehrbetrieben ist bereits ein Volvo Hybrid Bus im Einsatz, die Post in Graz wird demnächst e-Bikes und e-Mopeds übernehmen und auch persönlich Versuche ich über die Nutzung eines e-Bikes, der klassischen Styriette, die gerade wieder auf den Markt gekommen ist, ein positives Gefühl für diese neue urbane Antriebsart zu erzeugen", sagt der Grazer Bürgermeister.
Hintergrundinformation zu E-Mobilitätsmodellregionen finden Sie unter:
www.e-connected.at
www.vlotte.at
www.electrodrive-salzburg.at
www.austrian-mobile-power.at
Kontakt zum Klima- und Energiefonds:
Mag. Katja Hoyer
01/585 03 90-23
presse@klimafonds.gv.at
www.klimafonds.gv.at
21.11.2010, nachhaltigkeit.at


