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Vorarlberger empirische Stude über Ehrenamt 2010
Foto: Büro für Zukunftsf...

Empirische Erhebung in Vorarlberg bestätigt Soziales Engagement

Im Auftrag des Büros für Zukunftsfragen hat die Fachhochschule Vorarlberg eine Erhebung zum Engagement und sozialen Kapital der Vorarlberger Bevölkerung durchgeführt.

Die Studie enthält die aktuelle Engagementquote für Vorarlberg, Schwerpunkte, Trends und Potentiale im Engagementbereich sowie erstmalig eine detaillierte Erhebung über die Ausprägung des Sozialkapitals in Vorarlberg.
 
Durch die Studie wurde erhoben, in welchem Umfang die Bevölkerung ab 15 Jahren ehrenamtliche und freiwillige Tätigkeiten ausübt und wie sie sozial vernetzt ist. Freiwilliges Engagement und soziales Kapital tragen wesentlich zur Aufrechterhaltung der Lebensqualität bei. Die Qualität sozialer Beziehungen fördert die positive und nachhaltige Entwicklung von Gemeinschaften und ist eng mit dem persönlichen Glück und der individuellen Gesundheit verknüpft.

Betrachtet man Vorarlberg, so lässt sich festhalten, dass sich 134.000 Personen (43,7%) in organisierten Formen, also in Vereinen und Organisationen, engagieren. Die meisten im Bereich Sport, gefolgt von Sozialem, Kultur und Freizeit. Immer wichtiger wird der informelle Sektor, also Menschen die sich außerhalb der klassischen Formen organisieren. Dazu zählen Nachbarschaftshilfe, zeitlich befristete Projekte oder Selbsthilfegruppen. Hier sind es rund 66.500 Personen im Ländle, was einem Fünftel der Bevölkerung entspricht. Im Durchschnitt ist jede Vorarlbergerin und jeder Vorarlberger über 3 Stunden pro Woche freiwillig tätig. Betrachtet man nur die engagierten Personen, sind es sogar 6,5 Stunden, was umgerechnet der beachtlichen Summe von ca. 26.000 Vollzeitarbeitsplätzen entspricht.

Langfristige Entwicklungen aufzeigen

Die Studie leistet einen Beitrag, die Entwicklung des Engagements und Sozialkapitals in Vorarlberg zahlenmäßig repräsentativ zu erfassen und Einflussfaktoren wissenschaftlich darzustellen. Die Erhebung in 2009/2010 dient als Grundlage für ein zukünftiges, systematisches und regelmäßiges Monitoring in Vorarlberg.
 
zum Downloadbereich der Studie
 

31.01.2011, nachhaltigkeit.at