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Person mit Plastiktüten
Foto: dpa

EU-Konsultation zur Plastiksackerl-Problematik

In einer am 17.Mai 2011 gestarteten Konsultation ersucht die EU-Kommission um Stellungnahmen zur Frage, wie man den Gebrauch von Plastiksackerln am besten verringern kann. Mögliche Optionen: Gebühren, Steuern oder ein EU-weites Verbot.

2008 wurden EU-weit 3,4 Millionen Kunststoff-Tragtaschen hergestellt. Jede EU-Bürgerin beziehungsweise jeder EU-Bürger verbraucht pro Jahr durchschnittlich 500 Plastiksackerln; die meisten davon werden nur einmal benutzt. Dies verschwendet Ressourcen, lässt die Müllberge wachsen und führt letztendlich zu Umweltproblemen. Kein Wunder also, dass dies nun auch für die EU zum Thema geworden ist.

Ein Plastiksackerl-Verbot ist derzeit auf nationaler Ebene aufgrund der EU-Verpackungsrichtlinie nicht möglich. Über diese Richtlinie kann sich kein Mitgliedstaat hinwegsetzen, so auch Österreich nicht. Frankreich hat vor einigen Jahren schon einmal versucht, ein Plastiksackerlverbot durchzubekommen, es wurde jedoch von der EU-Kommission gekippt. Italien nimmt derzeit einen weiteren Anlauf.
Umweltminister Berlakovich hat ein österreichisches 5-Punkte-Programm zur Abkehr vom Plastiksackerl  erarbeitet.
 
Die Konsultation der EU-Kommission läuft noch bis zum 9. August 2011. Alle EU-BürgerInnen können sich daran beteiligen.
 
Link zur Online-Befragung: http://ec.europa.eu/environment/consultations/plasticbags_en.htm
 
Pressemeldung des Lebensministeriums vom 19. Mai 2011: http://www.lebensministerium.at/article/articleview/88321/?SectionIDOverride=110
 

23.05.2011, nachhaltigkeit.at