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Foto: BMLFUW/UBA/Gröger

EU-Parlament ebnet Weg zu neuem Wohlfahrtsindex

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben am 7. Juni einem Verordnungsvorschlag über "Umweltökonomische Gesamtrechnungen" zugestimmt. Dies sollte ein erster wichtiger Schritt hin zu einer Ergänzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als Instrument zur Messung der EU-Wirtschaftsleistung sein.

Die am 7. Juni 2011 verabschiedete Verordnung sieht die Erstellung von jährlichen Umweltbilanzen vor.
Ab 2012 wird die Berichterstattung der Mitgliedstaaten über "Umweltökonomische Gesamtrechnungen" an Eurostat - das Statistikamt der EU - Luftemissionen, Materialflüsse und erhobene Umweltsteuern umfassen. Die neue Regelung zielt darauf ab, die Sammlung und Vergleichbarkeit dieser Daten, die von den meisten Mitgliedstaaten bereits auf freiwilliger Basis erhoben werden, zu verbessern. Weitere "Module", zum Beispiel über die Verwendung von Wasser und Waldressourcen, könnten in der Zukunft nach einer entsprechenden Bewertung hinzugefügt werden.
 
"Damit schaffen wir eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen, die nicht nur von ökonomischen, sondern auch von ökologischen Zielen bestimmt sind", erklärte Jo LEINEN, sozialdemokratischer Berichterstatter und Umweltausschussvorsitzender (Deutschland).
 
Am 8. Juni stimmten die EU-Abgeordneten auch noch über eine nichtbindende Resolution zum Thema "Das BIP und mehr" ab. Dies ist die Antwort auf eine Mitteilung der Europäischen Kommission gleichen Titels aus dem Jahr 2009. In dem Resolutionsentwurf unterstützen die EU-Parlamentarier den Vorschlag der EU-Kommission, das BIP um Umweltindikatoren und Indikatoren zur Messung des sozialen Fortschritts zu ergänzen.
 
 
Quelle und weitere Infos: Website Europäisches Parlament

14.06.2011, nachhaltigkeit.at