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Portraitfoto der Friedensobelpreisträgerin Wangari Maathai
Foto: The Right L...

Wangari Maathai, „Mutter der Bäume“, lebt nicht mehr

Die kenianische Umweltschützerin, Trägerin des Friedensnobelpreises und des sogenannten „Alternativen Nobelpreises“, Wangari Maathai, erlag vergangenen Sonntag im Alter von 71 Jahren in Nairobi ihrem langjährigen Krebsleiden.

Wangari Maathai, geboren 1940, in ihrer Heimat liebevoll „Mama miti“ – „Mutter der Bäume“ genannt, war die erste Afrikanerin, die mit einem Friedensnobelpreis geehrt wurde. Diese Auszeichnung wurde ihr 2004 für ihr Engagement im Umweltschutz verliehen, im Besonderen für ihren Kampf gegen die Abholzung der Wälder in Kenia.  Dank der von ihr gegründeten „Green Belt Movement“- Bewegung in den vergangenen 35 Jahren mehr als 45 Millionen Bäume in etlichen afrikanischen Ländern neu gepflanzt.  
Für ihre Anstrengungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und ihre Aufforstungsaktion war die promovierte Biologin bereits 20 Jahre vor dem Erhalt des Friedensnobelpreises, im Jahr 1984, mit dem Right Livelihood Award ( „Alternativer Nobelpreis“)  ausgezeichnet worden.
 
Wangari Maathai war aber auch eine überzeugte Verfechterin von Demokratie, Menschenrechten und der Rechte von Frauen. Dafür setzte sie sich gleichen Vehemenz ein wie für den Umweltschutz. Die Gründerin einer panafrikanischen Frauenbewegung war wegen ihres Eintretens für die Wahrung der Menschenrechte mehrmals verhaftet und eingesperrt worden.
Im Jahr 2002 schaffte sie mit dem Wahlbündnis „National Rainbow Coalition“ (NARC) den Einzug ins kenianische Parlament. In der Regierung von Präsident Mwai Kibaki gelang ihr dann der Aufstieg zur stellvertretenden Umweltministerin.
 
Anlässlich ihres Ablebens sagte Ole von Uexkull, Executive Director der Right Livelihood Award Foundation:
"The Right Livelihood Award Family has lost one of its most prominent members. Wangari Maathai was an inspiration to the whole world as well as to her co-Laureates. She always used the power of her commitment and her longstanding experience to strengthen others. Our thoughts are with her family. Wangari will live on in the memories of her colleagues ... and in the millions of trees she helped plant in Kenya." (Quelle: Presseaussendung The Right Livelihood Foundation, 26.11.2011)
 

Weitere Infos:
http://www.rightlivelihood.org
 

27.09.2011, nachhaltigkeit.at