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Logo der Plattform Footprint; links eine schematisierte blaue Weltkugel mit einem Kontinent in Form eines gelben Fußabdrucks; rechts daneben mittig angeordnet der Schriftzug
Foto: Plattform Footprin...

Planet Erde im Defizit

Heute, 27. September, ist „Global Overshoot Day 2011“. Als „Global Overshoot Day“ wird jener Tag bezeichnet, an dem die Menschheit alles an Biokapazität beansprucht hat, was die Natur für das ganze Jahr bereitstellen kann. Ab dem heutigen Tag leben wir bis zum Jahresende 2011 über die Verhältnisse der Natur, sind sozusagen im „Öko-Defizit“.

In einer Presseaussendung vom 23. September 2011 warnen die österreichischen Umweltorganisationen Plattform Footprint, WWF, Greenpeace, GLOBAL 2000 vor der zunehmenden ökologischen Überschuldung und drängen auf deren Abbau.  Diese Art der Verschuldung sei „…gefährlicher als jene von Firmen oder Staaten. Schließlich möchte sich niemand den Bankrott der Natur ausmalen.“, so etwa Wolfgang Pekny von der Plattform Footprint.
 
Die Warnungen fußen auf Berechnungen und Erkenntnissen von WissenschaftlerInnen des Global Footprint Networks (Kalifornien), an dem auch der WWF und die Plattform Footprint beteiligt sind. Für die Berechnungen wird die auf der Erde verfügbare Biokapazität - das „Einkommen“ aus natürlichen Ressourcen, die sich jedes Jahr erneuern - mit dem ökologischen Fußabdruck, den „Ausgaben“ verglichen. Der ökologische Fußabdruck (Footprint) entspricht dem Bedarf an natürlichen Ressourcen, die wir für unseren Lebensstil, für die Produktion von Nahrung, Gütern und für den Ausgleich der CO2-Emissionen beanspruchen.
 
Der Presseaussendung zufolge zeigen die Berechnungen, dass die CO2 Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger bereits mehr als 50 Prozent zum globalen Fußabdruck beitragen. Weiters habe sich seit 1970 der Anteil des Kohlenstoff-Fußabdrucks damit mehr als verdreifacht und sei das am stärksten steigende Segment des globalen Fußabdrucks. Das von der Wissenschaft geforderte und von der EU angestrebte Ziel von minus 80 bis 95 Prozent CO2 bis zum Jahr 2050 sei auch für die Reduktion des Overshoots ein zentrales Element.
 
Der Abbau des ökologischen Defizits könne erreicht werden durch „… systematische Reduktion des Ressourcenbedarfs unseres Wirtschaftens.“, so etwa die Forderung von Franko Petri vom WWF.
 
Für Wolfgang Pekny von der Plattform Footprint bedarf es einer grundsätzlich geänderten Lebensführung mit „… - mehr Zeit nehmen, mehr Freunde, mehr Spaß, mehr vom eigentlichen Leben – und das mit kleinerem Footprint.“
 
 
Die gemeinsame Presseaussendung von Plattform Footprint, WWF, Greenpeace und GLOBAL 2000 vom 23.9.2011 sowie weitere Details und Hintergrundinformationen finden Sie unter www.footprint.at/overshoot2011.html
 
 
Weitere Pressemeldungen zum „World Overshoot Day“:

Das Ökosoziale Forum fordert anlässlich des „World Overshoot Day“, durch mehr Kostenwahrheit die natürlichen Ressourcen für künftige Generationen zu schützen. Die Pressemeldung des Ökosozialen Forums (23.9.2011) können Sie hier nachlesen.
 

27.09.2011, nachhaltigkeit.at