Blick zurück in Stolz, nach vor mit Freude: Eva Persy im Interview
Synergien nutzen und Menschen emotional ansprechen, nur so kann laut Eva Persy, Leiterin des Bereichs Nachhaltige Entwicklung der Wiener Umweltschutzabteilung– MA 22, Verständnis für das komplexe Thema Nachhaltigkeit geschaffen werden.
Mehr über die Arbeit und die Erfahrungen der Wiener Nachhaltigkeitskoordinatorin im folgenden Interview:Frau Persy, als Nachhaltigkeitskoordinatorin für Wien arbeiten sie bereichs- und themenübergreifend mit anderen Magistratsabteilungen und vielen anderen Akteurinnen und Akteuren auf Wiener Ebene zusammen. Ihr „Aktionsradius“ in Sachen Nachhaltigkeit reicht aber noch weiter: Im Rahmen der ExpertInnenkonferenz der NachhaltigkeitskoordinatorInnen (NHK-K) arbeiten Sie über Landesgrenzen hinweg intensiv an der Abstimmung der Nachhaltigkeitsaktivitäten zwischen Bund und Ländern.
Was ist für Sie das Besondere an diesem Tätigkeitsfeld? Welche Herausforderungen gilt es da zu meistern?
Eva Persy: Nachhaltigkeit ist ein komplexes Thema, das wie kein anderes grundlegende Fragen an unsere Gestaltung von Zukunft und Gesellschaft stellt. Es ist wichtig, dass Menschen verstehen, was Nachhaltigkeit bedeutet. Eine große Herausforderung besteht darin, die Zusammenhänge so darzustellen, dass sie auch angenommen werden. Das ist nur lösbar, wenn man auf Synergien setzt und die Menschen nicht nur rational, sondern auch emotional erreicht.
Welche Lehren haben Sie aus dem ÖSTRAT-Prozess gezogen? Was nehmen Sie davon mit für die Nachhaltigkeits-Agenda der Stadt Wien und für andere laufende/künftige Projekte in ihrem unmittelbaren Wirkungsbereich?
Eva Persy: Der ÖSTRAT-Prozess ist ja per se eine Lernerfahrung. Wir haben ihn gestartet, um voneinander und miteinander zu lernen. Allen Interessierten möchte ich unseren ersten Fortschrittsbericht ans Herz legen – sozusagen als dokumentierte „gebündelte Lernerfahrung“.
Vereinbarungsgemäß ist der von Ihnen seit zwei Jahren ausgeübte Co-Vorsitz der NHK-K per Oktober 2011 an Günther Humer, den Nachhaltigkeitskoordinator des Landes Oberösterreich übergegangen. Wenn Sie jetzt auf alle Aktivitäten während Ihrer Co-Vorsitzführung zurückblicken, woran denken Sie gerne zurück?
Eva Persy: Wir hatten gemeinsam einige Klippen zu umschiffen und haben dabei sowohl unsere Ziele erreicht als auch als Team die positive Stimmung aufrecht erhalten können. Darauf blicke ich mit Freude und Stolz zurück.
Was/welchenTipp möchten Sie dem nächsten Länder-Vorsitzenden für die anstehenden Aufgaben mitgeben?
Eva Persy: Günther Humer braucht sicher keine Tipps von mir. Das liegt einerseits an seiner langjährigen Erfahrung und andererseits daran, dass er sich im letzten Jahr schon intensiv in die entsprechenden Gremien/Tätigkeiten eingebracht hat. An dieser Stelle möchte ich mich auch gleich für seine tolle Unterstützung bedanken!
Welchen Aufgaben und Projekten werden Sie sich nun (mehr als bisher) widmen? Worauf freuen Sie sich?
Eva Persy: Die Nachhaltigkeitskoordination ist „nur“ einer – wenn auch zentraler – Schwerpunkt meines Aufgabenbereichs. Die Aktivitäten des Bereichs Nachhaltige Entwicklung der Wiener Umweltschutzabteilung– MA 22 sind sehr vielfältig – darunter das Umwelt-Service-Paket der Stadt Wien oder der wissenschaftliche Förderpreis zu Umwelt-/Nachhaltigkeitsthemen. Freude habe ich mit/bei allen Projekten und hoffe, dass das auch weiterhin so bleibt!
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Zur Person
Eva Persy (MBA in Projektmanagement, M.Sc. in Ressourcen-Management und Umweltwissenschaften, diplomierte Lebensmittel- und Biotechnologin) leitet seit März 2008 den Bereich Nachhaltige Entwicklung der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 der Stadt Wien. Neben ihrer Leitungsfunktion und der Tätigkeit als Nachhaltigkeitskoordinatorin des Landes Wien wurde ihr Ende 2009 auch der Vorsitz der Nachhaltigkeitskoordinatorinnen und –koordinatoren der Länder und die Co-Vorsitzführung der gemeinsamen ExpertInnenkonferenz der NachhaltigkeitskoordinatorInnen der Länder und des Bundes (kurz „NHK-K“) übertragen.
In diesen Funktionen hat sie die gesamtösterreichische Nachhaltigkeitsstrategie (ÖSTRAT) und insbesondere den Prozess zur Erstellung des 1. Fortschrittsberichts und des neuen Arbeitsprogramms zur Umsetzung der ÖSTRAT ganz wesentlich mit gestaltet und vorangetrieben.
Entsprechend der vereinbarten Abfolge übernimmt per Oktober 2011 Günther Humer, der Nachhaltigkeitskoordinator des Bundeslandes Oberösterreich, die Ko-Vorsitzführung der NHK-K.
Kontakt
Dipl.-Ing. in Eva Persy, MBA
c/o
Magistrat der Stadt Wien
Magistratsabteilung 22 – Bereich Nachhaltige Entwicklung
Dresdner Straße 45
1200 Wien
t:+43-(0)1-4000-73561
f:+43-(0)1-4000-9973561
eva.persy@wien.gv.at
www.umweltschutz.wien.at/nachhaltigkeit/
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Das Interview führte Elfriede Danner (Lebensministerium) im September 2011 anlässlich des bevorstehenden Wechsels der Ko-Vorsitzführung in der NachhaltigkeitskoordinatorInnen-Konferenz.
24.10.2011, nachhaltigkeit.at


