ÖSTRAT-Umsetzung im Fokus der Nachhaltigkeitskoordination
Für Günther Humer, den neuen Co-Vorsitzenden der NachhaltigkeitskoordinatorInnen-Konferenz des Bundes und der Länder, steht die Umsetzung der Österreichischen Strategie Nachhaltige Entwicklung (ÖSTRAT) im Zentrum der Arbeit dieses Gremiums. Welche Projekte bzw. Aufgaben Günther Humer sonst noch besonders wichtig sind, erfahren Sie im folgenden Interview.
Red.: Bei der NachhaltigkeitskoordinatorInnen-Konferenz in Krems haben Sie für 1 Jahr den Vorsitz der NachhaltigkeitskoordinatorInnen der Länder und zugleich den Co-Vorsitz der gemeinsamen ExpertInnenkonferenz der NachhaltigkeitskoordinatorInnen der Länder und des Bundes (NHK-K) übernommen. Welche Erwartungen sind damit verbunden?
Günther Humer: Die Nachhaltigkeitskoordinatoren/innen sind ein Netzwerk, wo man ohne großen Aufwand von den Erfahrungen anderer profitieren und Synergien nutzbar machen kann. Angesichts begrenzter zeitlicher und finanzieller Ressourcen werden wir uns dabei auf einige wenige Schwerpunkte konzentrieren müssen.
Red.: Was planen Sie für das kommende Jahr? Welche Akzente wollen Sie als Co-Vorsitzender der NHK-K und bezogen auf die Österreichische Strategie Nachhaltige Entwicklung (ÖSTRAT) setzen? Gibt es bestimmte Dinge/Aufgaben/Projekte, die Ihnen besonders am Herzen liegen?
Günther Humer: Aus meiner Sicht steht die Umsetzung der ÖSTRAT im Zentrum. Darüber hinaus sind die Instrumente für eine Sustainability Governance von besonderer Bedeutung.
Red.: Was sind aus ihrer Sicht die Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Umsetzung und Weiterentwicklung der ÖSTRAT? Was braucht es dazu?
Günther Humer: Mit der ÖSTRAT haben wir nun einen geeigneten Rahmen für nachhaltigkeitsrelevante Kooperationen und gemeinsame Projekte in ganz Österreich. Nun geht es darum, die Ziele die wir mit der ÖSTRAT verfolgen, durch anschauliche, konkrete und innovative Initiativen, also durch das konkrete Tun, sichtbar zu machen.
Red.: Anfang Juni 2012 steht mit Rio+20 ein bedeutsames Event bevor. Schwerpunktthemen werden „Green Economy“ und „Governance für nachhaltige Entwicklung“ sein. Die Ergebnisse des UNO-Gipfels sollen in die Strategien und Maßnahmen der EU im Bereich nachhaltiger Entwicklung einfließen. Welche Bedeutung hat Rio+20 für die NachhaltigkeitskoordinatorInnen?
Günther Humer: Rio 1992 ist die Geburtsstunde der Nachhaltigkeitsbewegung. Rio+20 hat daher eine enorme symbolische Bedeutung und birgt für mich den Auftrag in sich, zu hinterfragen, wie wir als Nachhaltigkeitskoordinatoren/innen die ursprüngliche Intention von Rio immer wieder neu an den aktuellen Herausforderungen und Themen ausrichten.
Red.: Als Mitglied der Bund-/Länder-Arbeitsgruppe „Dezentrale Nachhaltigkeitsstrategien – Lokale Agenda 21“ tragen Sie ganz wesentlich dazu bei, Nachhaltigkeit vor Ort zu gestalten und in allen Lebensbereichen erlebbar zu machen. Wann ist Nachhaltigkeit für Sie im Alltag angekommen?
Günther Humer: Wenn Menschen mit Begeisterung gestalterisch tätig werden, durch ihr Tun Nachhaltigkeit sichtbar und greifbar machen und das als Mehrwert für sich selbst und ihr Umfeld erleben.
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Zur Person:
Günther Humer, Dipl.-Ing, ist in der Oö. Zukunftsakademie beim Amt der Oö Landesregierung tätig. In der gemeinsamen ExpertInnenkonferenz der NachhaltigkeitskoordinatorInnen des Bundes und der Länder (kurz „NHK-K“) vertritt er die Nachhaltigkeitsinteressen des Landes Oberösterreich. Er ist in Oberösterreich auch für die Koordination der Leitstelle Agenda 21 zuständig.
Am 1. Oktober 2011 hat Günther Humer die Ko-Vorsitzführung der NHK-K übernommen.
Kontakt:
Dipl.-Ing. Günther Humer
c/o
Oö. Zukunftsakademie
Direktion Präsidium beim Amt der OÖ Landesregierung
Kärntnerstraße 10-12
A-4021 Linz
t:+43-(0)732-7720-14444
f:+43-(0)732-7720-214420
guenther.humer@ooe.gv.at
www.agenda21-ooe.at
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Das Interview führte Elfriede Danner, Lebensministerium, anlässlich des Wechsels der Ko-Vorsitzführung in der NachhaltigkeitskoordinatorInnen-Konferenz.
24.10.2011, nachhaltigkeit.at


