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Das Bild zeigt einen Ausschnitt des Deckblatts des sogenannten Decoupling Reports der UNEP
Foto: BMLFUW/Ambros

Nachlese: "Achieve more with less- Entkoppelung als Voraussetzung für globale Lebensqualität“

In einer eindrucksvollen Präsentation stellte Frau Univ. Prof. Dr.in  Marina Fischer-Kowalski, Mitautorin des 5. UNEP Berichts „Decoupling natural resource use and environment impacts from economic growth“, bei einer Veranstaltung am 19. Oktober 2011 im Lebensministerium die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Bericht vor.

Dr.in  Marina Fischer-Kowalski ist Universitätsprofessorin für Soziale Ökologie an der Universität Klagenfurt, Leiterin des Institutes für Soziale Ökologie der Alpen-Adria-Universität, Vize-Präsidentin der European Society for Ecological Economics und Gründungsmitglied und langjährige Präsidentin der International Society for Industrial Ecology. Viele Jahre leitete sie den Vorsitz des Wissenschaftlichen Beirats des Potsdam Institutes für Klimaforschung (PIK).
Als Mitglied des 2007 gegründeten International Resource Panels der UNEP war sie maßgeblich an der Entstehung des sogenannten „Decoupling-Reports“ der UNEP beteiligt. Der  Bericht fand auf UN Ebene große Beachtung und wurde seit seinem Erscheinen im Mai 2011 bereits über 200.000mal downgeloadet.
 
Das Bild zeigt einen Saal voller TeilnehmerInnen bei der Präsentation des Decoupling-Reorts der UNEP durch Prof. Dr. Marina Fischer-Kowalski am 19.Okt.2011 im Lebensministerium. Im Vordergrund, mit dem Rücken zum Betrachter sitzend, die TeilnehmerInnen; im zentralen Hintergrund das Podium
Foto: BMLFUW/Petra Ambros
 Fischer-Kowalski zeigte auf, dass der globale Ressourcenverbrauch seit 1900 auf das Achtfache gestiegen ist, gleichzeitig jedoch auch eine relative Entkopplung vom Wirtschaftswachstum stattgefunden hat. Als wichtigste Einflussfaktoren für den Ressourcenverbrauch wurden Bevölkerungswachstum, Einkommen, Preise und die ökonomische Entwicklung identifiziert. In den vorgestellten Szenarien zeigte sich, dass der weltweite Ressourcenverbrauch bei Fortsetzung der derzeitigen Entwicklung im Jahr 2050 bis zum Dreifachen des heutigen Bedarfs auf 140 Mrd. Tonnen anwachsen könnte.
 
Eine wichtige Schlussfolgerung des Berichts ist, dass mehr Ressourcenverbrauch immer auch mehr Umweltauswirkungen bedeutet -  eine Reduzierung negativer Folgen auf die Umwelt ist also nur durch eine Senkung des Ressourcenverbrauchs zu erreichen. Als Kernstrategien dafür wurden unter anderem eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten und eine Siedlungs-Verdichtung in Form von zunehmender Urbanisierung angeführt.        
 
Die vollständige Präsentation von Univ. Prof. Dr. Marina Fischer-Kowalski finden Sie unter „Downloads“.
 
Den „Decoupling-Report“ der UNEP können Sie unter folgendem Link downloaden:
http://www.unep.org/resourcepanel/decoupling/files/pdf/Decoupling_Report_English.pdf
 

Downloads

25.10.2011, nachhaltigkeit.at