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Das Bild zeigt das Cover des Monitoringberichts 2011 zur EU-SDS; unterhalb des Titels ist ein Wegweiser mit in verschiedene Richtungen weisenden Schildern zu sehen. Auf den Schildern Aufschriften wie z.B.
Foto: BMLFUW/Dann...

Entwickelt sich Europa „nachhaltig“? Antworten dazu im EU-Monitoringreport 2011

Am 23. November ist  der Monitoring-Bericht 2011 zur europäischen Nachhaltigkeitsstrategie erschienen, der den Fortschrittsbericht der EU-Kommission unterstützt. Dem Bericht zufolge bewegt sich die EU auf dem Weg zu den in der Strategie festgelegten Zielen zwar in einigen Bereichen in die richtige Richtung, in vielen Bereichen wurden jedoch eher ungünstige Entwicklungen festgestellt.

Hintergrund: Alle zwei Jahre steht die EU-Nachhaltigkeitsstrategie auf dem Prüfstand
Die im Jahr 2001 verabschiedete, und im Juni 2006 erneuerte EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung (EU-SDS) strebt eine kontinuierliche Verbesserung der Lebensqualität der heutigen und künftigen Generationen an. Die Umsetzung der in der erneuerten EU-SDS verankerten Ziele wird mit Hilfe eines Sets von Nachhaltigkeitsindikatoren, den sogenannten Sustainable Development Indicators (SDIs) überwacht. Diese Indikatoren umfassen ein breites Spektrum an Themen, von Klimaschutz, biologischer Vielfalt, nachhaltige Mobilität, natürliche Ressourcen usw., über demografische Veränderungen, Wirtschaftswachstum, Finanzierung der Gesundheitssysteme, Bildung und Forschung, globale Partnerschaft bis hin zu Good Governance.
Im Rahmen des Monitorings erstellt Eurostat, die europäische Statistikbehörde, im Auftrag der Europäischen Kommission alle zwei Jahre einen Bericht, der die wichtigsten Trends, gestützt auf die Veränderungen bei den SDIs im Beobachtungszeitraum, beschreibt.
 
Aktueller Eurostat-Report ist bereits 3. Monitoringbericht zur EU-SDS
Der erste Monitoring-Bericht zur EU-SDS ist bereits Ende 2007 erschienen. Nach dem Monitoring-Bericht 2009  - eine Zusammenfassung davon ist in allen EU-Sprachen verfügbar -  wurde mit dem am 23.11.2011 auf der Eurostat-Website veröffentlichten Bericht bereits der dritte Bericht zum Monitoring der europäischen Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlicht.  In Kürze wird die Zusammenfassung des neuen Monitoringberichts in allen EU-Sprachen erhältlich sein.
 
Struktur und Inhalt des aktuellen Monitoring-Berichts
Der Monitoring-Bericht 2011 deckt insgesamt 111 Indikatoren ab und ist in 10 Kapitel, die sich auf die Schlüsselherausforderungen und Ziele der EU-SDS beziehen, unterteilt. Die herangezogenen Daten beziehen sich auf die Periode von 1990 bis 2010 (oder auf das zuletzt verfügbare Jahr)., Der aktuelle Bericht präsentiert eine Beurteilung darüber, ob sich die Europäische Union  den in der Strategie fest gelegten Zielen nähert bzw. ob sie sich davon eher entfernt und visualisiert die Entwicklung durch Wettersymbole.
 
Ergebnisse und Schlussfolgerungen: EU nicht auf gutem Weg, Zielerreichung durch Krise beeinflusst
In Bezug auf die seit dem Jahr 2000 erzielten Fortschritte ergibt die Bewertung der Entwicklungen bei Betrachtung der 11 Headline- Indikatoren  ein gemischtes Bild:  Positive Trends wurden bei den Indikatoren für Armutsgefährdung oder soziale Ausgrenzung verzeichnet, ebenso bei den Treibhausgasemissionen und dem Verbrauch erneuerbarer Energien. Demgegenüber stehen allerdings deutlich ungünstige Entwicklungen in den Bereichen Ressourcenproduktivität, Beschäftigung älterer Menschen, Energieverbrauch des Verkehrs im Verhältnis zum BIP, bei der Erhaltung der Fischbestände und bei der öffentlichen Entwicklungshilfe.
Angesichts der tendenziell nicht-nachhaltigen Entwicklungen gilt es laut Eurostat aber zu bedenken, dass die  Situation durch die Wirtschafts- und Finanzkrise erschwert  wurde,  deren Auswirkungen weit über den Sektor Wirtschaft hinausgehen.

Weitere Infos zum Bericht hier auf der Eurostat-Homepage; Details zu den Nachhaltigkeitsindikatoren (SDIs) einschließlich Daten finden Sie hier hier.
 
 
Der Bericht wurde im Auftrag von Eurostat von einem Konsortium unter Leitung des Research Institute for Managing Sustainability (RIMAS) der Wirtschaftsuniversität Wien erstellt.
 

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06.12.2011, nachhaltigkeit.at