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Logo der 17. UN-Klimaschutzkonferenz in Durban (Südafrika); dargestellt ist ein schematisierter Baobab-Baum (grün), darunter in schwarzen BLockbuchstaben
Foto: © United Nations

UN-Klimagipfel, Durban: EU setzt Fahrplan für neuen Weltklimavertrag durch

Nach einem Verhandlungsmarathon brachte der 17. UN-Klimaschutzgipfel in Durban (Südafrika) in der Nacht auf Sonntag, 11. Dezember 2011, doch noch wichtige Weichenstellungen: Der EU gelang es, einen Fahrplan für ein umfassendes verbindliches Weltklimaabkommen durchzusetzen und China, Indien und die USA mit ins Boot zu holen.

Hintergrund
Die Europäische Union hat sich gemeinsam mit einigen anderen Staaten im Rahmen des so genannten Kyoto-Protokolls verpflichtet, ihren Treibhausgasausstoß deutlich zu verringern. Diese Verpflichtungen laufen Ende 2012 aus; Länder wie China und die USA, die erheblichen Anteil an den globalen Treibhausgas-Emissionen haben, waren darin nicht einbezogen.
 
Das Durban-Paket
Bei der nun mit eineinhalb Tagen Verspätung zu Ende gegangenen 17. Klimakonferenz der Vereinigten Staaten in Durban haben sich die VerhandlerInnen auf einen Fahrplan für ein neues umfassendes und verbindliches Rechtsinstrument (- ein neues globales Klimaschutzabkommen) geeinigt. Dieses soll verstärkte Klimaschutzmaßnahmen für alle Länder - also auch China, USA, Indien - beinhalten und bis spätestens 2015 beschlossen sein. Weiters konnte die Grundsatzentscheidung über eine zweite Verpflichtungsperiode unter dem Kyoto-Protokoll erzielt werden. Detailfragen wie die Länge dieser 2. Verpflichtungsperiode und die Festlegung der Ziele werden bis Ende 2012 entschieden.

Zu den Grundsatzbeschlüssen gab es eine ganze Reihe von Detailbeschlüssen, diese betrafen insbesondere: 
• die Schaffung von Strukturen für ein Komitee zur Anpassung an den Klimawandel,
• ein internationales Netzwerk für Technologietransfer und Kapazitätsaufbau sowie
• die Arbeitsfähigkeit des internationalen Klimafonds (Green Climate Fund) zur Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern.

EU-Linie setzte sich durch 
Die EU konnte praktisch alle ihre Ziele für Durban durchsetzen. Dies gelang durch eine Allianz mit den kleinen tiefliegenden Inselstaaten (AOSIS) und den am wenigsten entwickelten Ländern (LDC) sowie durch die Linie der EU, Offenheit für eine 2. Verpflichtungsperiode unter dem Kyoto-Protokoll unter gewissen Bedingungen zu zeigen.
 
Der nächste UN-Klimaschutzgipfel wird in einem Jahr im Golfstaat Katar stattfinden.   

 
Weitere Infos zu dem fast 200 Seiten starken „Durban-Paket“ finden Sie hier auf der Homepage des Lebensministeriums.
 
Weitere Links zu weiterführenden Informationen:

Klimarahmenkonvention der UNO  

UN-Klimaschutzkonferenz in Durban 
 
Host Country Website 
 
Wissenschaftliche Grundlagen zum Thema Klima/Klimawandel: 
Homepage des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change)
 

13.12.2011, Nachhaltigkeit