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Foto: Elfriede Danner/BM...

CSR: Erarbeitung eines nationalen Aktionsplans gestartet

Die österreichische Bundesregierung arbeitet an einem Aktionsplan für Corporate Social Responsibility (CSR). Der „kick-off“ erfolgte mit einem Workshop am 23. April 2012, zu dem die drei federführenden Ressorts – Sozialministerium, Umweltministerium und Wirtschaftsministerium – etwa 40 VertreterInnen der für das Thema relevanten StakeholderInnen eingeladen haben.

 
Gesellschaftlich verantwortungsvolles Unternehmertum – Ziel auf nationaler und europäischer Ebene
Unternehmen spielen eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung nachhaltiger Entwicklung. Gesellschaftlich verantwortungsvolles Wirtschaften dient nicht nur der Erhaltung unserer ökologischen und sozialen Lebensgrundlagen, sondern ist auch ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die langfristige Existenzsicherung von Unternehmen und ein Erfolgsfaktor für den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich. Aufgabe der öffentlichen Hand ist es, für Rahmenbedingungen zu sorgen, welche die aktive und qualitätsvolle Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch die Unternehmen sicherstellen und fördern.
 
Die Erstellung eines Aktionsplans für Corporate Social Responsibility (CSR) ist daher im aktuellen Arbeitsprogramm (AP 2011ff) zur Österreichischen Strategie Nachhaltige Entwicklung (ÖSTRAT, Juni 2010) des Bundes und der Länder als wichtige Initiative vorgesehen.
Auch die Europäische Kommission, die in ihrer Mitteilung vom 25. Oktober 2011 CSR als "die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft" definiert, rückte die Bedeutung von CSR erneut ins Blickfeld und forderte die Mitgliedstaaten mit dieser Mitteilung auf, eigene Pläne zur Förderung von CSR-Aktivitäten zu erstellen oder diese zu aktualisieren.
 
Fahrplan zum nationalen CSR-Aktionsplan
Seit dem Frühjahr 2012 steht der Fahrplan zur Erstellung eines österreichischen CSR-Aktionsplans fest: Eine Serie themenspezifischer Workshops soll bis Herbst 2012 die nötigen Grundlagen liefern. Ziel ist es, den „NAP CSR“ vor Jahresende fertigzustellen und hierzu einen Ministerratsbeschluss herbeizuführen. Erarbeitet wird der bundesweite CSR-Aktionsplan in einer Kooperation von drei Ministerien, dem Sozialministerium (BMASK), dem Umweltministerium (BMLFUW) und dem Wirtschaftsministerium (BMWFJ). Die Einbindung aller relevanten StakeholderInnen hat dabei einen hohen Stellenwert.
 
Themen-Workshops mit StakeholderInnen-Einbindung
Die Erstellung des Aktionsplans startete am 23. April 2012 mit einem ersten Workshop zum Thema „Systematische Verankerung von CSR in internationalen Liefer- und Wertschöpfungsketten“.
Dieses Themas wurde ganz bewusst für den Auftakt des Erstellungsprozesses gewählt: Angesichts der zunehmenden globalen Vernetzung der Wirtschaft erscheint es besonders wichtig, dass Unternehmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht nur in Österreich selbst, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungsketten nachkommen. Dies bedeutet, dass Unternehmen für die ökologischen und sozialen, arbeits- und menschenrechtlichen Auswirkungen der Produktion und Distribution von Gütern und Dienstleistungen von der Rohstoffgewinnung und der Herstellung von Vorprodukten, über die eigentliche Produktion sowie den Ge- und Verbrauch bis hin zur Nachnutzung oder Entsorgung Verantwortung tragen und ihren Einfluss ausüben müssen, dass die sozio-ökologischen Systeme in ihrer Vielfalt, (Über-) Lebensfähigkeit und Prosperität erhalten und gefördert werden - in Österreich und ebenso im Hinblick auf ihre Tätigkeit in Drittländern.

Der nächste Workshop findet am 26. Juni 2012 statt und wird dem Thema „Der Business Case für CSR: Innovationen und Anreize“ gewidmet sein. Bei dem für 27. September 2012 geplanten dritten Workshop werden sich die TeilnehmerInnen mit dem Thema „Mainstreaming CSR und Transparenz/Glaubwürdigkeit“ befassen.
 

Ansprechpersonen für weitere Informationen:
Sylvia.Bierbaumer@bmask.gv.at
Manfred.Schekulin@bmwfj.gv.at
Wolfram.Tertschnig@lebensministerium.at
 
 
 

31.05.2012, nachhaltigkeit.at